Stadt Coesfeld

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24. Juli 2010 14:42

Ehrenbürgerpaar Kurt und Lilly Ernsting schenkt Coesfeld ein Wandererdenkmal

Die vom Künstler Prof. Dr. Heydemann geschaffene Doppelskulptur „Wir sind auf dem Weg“ wurde am Freitag, 23. Juli 2010, in der Promenade Jakobiwall / Ecke Wiesenstraße feierlich enthüllt


Enthüllten am Freitag die Skulptur „Wir sind auf dem Weg“: Künstler Dr. Jörg Heydemann, das Coesfelder Ehrenbürgerpaar Kurt und Lilly Ernsting, Hans-Dieter Ernst (Geschäftsführer von Ernsting´s Bau und Grund) und Bürgermeister Heinz Öhmann (von rechts).

Coesfeld. „Auf dem Weg“ heißt die Bronzeskulptur, die seit Freitag den Platz am Jakobiwall / Ecke Wiesenstraße ziert. Gestiftet vom Ehrenbürgerpaar Kurt und Lilly Ernsting zeigt sie ein Wanderpaar mit einem kleinen Pilger in der Hand. Ihre Gesichter, ihr Oberkörper und ihre Wanderutensilien sind detailliert ausgeformt, ihre Beine hingegen entsprechen groben, breiten Rechtecken.

 

„Sie ist ein Zeichen, das Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbindet“, sagte Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann in seiner Ansprache vor der Skulptur-Enthüllung. Damit bezieht er sich zum Einen auf die Geschichte der Kreisstadt: Im Mittelalter lag Coesfeld an einem Weg der Jakobspilger nach Santiago de Compostela. Die Coesfelder Jakobikirche stellte einen Sammelpunkt für die Pilger dar.

 

„Schon immer hat sich der Mensch auf den Weg gemacht, um sich selbst zu verorten in der Welt“, sagt das Stadtoberhaupt. Der Bürgermeister dankte dem Ehrenbürgerpaar herzlich für das erneute Geschenk. „Das Wandererdenkmal ist städtebaulich eine weitere hochwertige Aufwertung der Promenade Jakobiwall“. Damit spricht er die ebenfalls von Jörg Heydemann geschaffenen Lebenskünstler an, die vor dem Kunstverein Münsterland den Promenadenverlauf weiterführen. Beides sind erfolgreiche Einrichtungen der Ernsting-Stiftung.

 

Hans-Dieter Ernst von Ernsting´s Bau und Grund beschreibt „Wandern als Wahrnehmung der Gedanken.“ Er versteht die Skulptur auch als ein Signal an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Schließlich habe der LWL im Projekt „Wege der Jakobspilger in Westfalen“ bereits zwei mittelalterliche Wegenetze historisch und archäologisch erforscht. Ein dritter Weg ist in Arbeit und der Vierte in Planung. Da Coesfeld als Ort berührt werde, wäre es sinnvoll hier die Forschungen voranzutreiben.

 

Nach den Reden von Heinz Öhmann und Hans-Dieter Ernst spielte die Mundharmonika-Band „Quintus“ aus Dortmund „Mein Vater war ein Wandersmann“. Dabei stimmen die Gäste aus Politik und Kultur kräftig mit ein. Auch Kurt Ernsting spielte auf seiner Mundharmonika mit - so wie er es häufig auf seinen Wanderungen mit Ehefrau Lilly und Freunden praktiziert hat.

 

Zuvor hatte Hans-Dieter Ernst erläutert, das Ehepaar habe viele Entscheidungen auf seinen Wanderungen vorbesprochen und durchdacht. „Ohne unsere Wanderungen hätte es die Ernsting-Stiftung nicht gegeben“, sagte Lilly Ernsting. Das Ehrenbürgerpaar freute sich sichtlich über die gut besuchte Enthüllungsfeier bei strahlendem Sonnenschein.


Links:

www.ernsting-stiftung.de