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15 Vertreter von möglichen Partnerorganisationen begrüßte Beigeordneter Dr. Thomas Robers zum ersten Kooperationstreffen für das Orientierungsprojekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ im Sitzungsaal des Rathauses. Das Projekt ist insbesondere auf Haupt-und Verbundschüler der 7. und 8. Klasse ausgerichtet. Aber auch die Schülerinnen und Schüler der Fröbelschule sollen von dem Angebot profitieren. Das war schon beim erfolgreichen Auftakt vor zwei Jahren der Fall.
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| ![]() Gestalten zum 2. Mal „komm auf tour“: Vertreter der Bundesagentur, von Schulen und Berufkollegs, Jugendämtern und freien Trägern im Sitzungssaal des Rathauses. |
Dieses Jahr erhalten die Siebt- und Achtklässler vom 26. bis 28. September Gelegenheit, einen Erlebnisparcours zu durchlaufen. Der 500 qm große Parcours wird wieder in der Bürgerhalle aufgebaut. „Mit bewussten Herausgehen aus dem gewohnten schulischen Umfeld haben wir vor vier Jahren gute Erfahrungen gemacht“, erklärt Schuldezernent Dr. Robers. Flaniert wird der Parcours durch Eltern- und Lehrkräfteworkshops. Einbezogen werden zudem die verschiedenen Beratungseinrichtungen vor Ort.
So werden zum Beispiel Mitarbeiter/innen des Caritasverbandes, der Ehe-, Familien- und Lebensberatung, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) oder des Havixbecker Modells sowie der Diakonie als Reisebegleiter im Parcours fungieren und beim Elternabend auf die Arbeit Ihrer Einrichtung eingehen können. Darüber hinaus können die Beratungsdienste an Ständen auf sich aufmerksam machen. „Nutzen Sie diese Bühne und die Niederschwelligkeit des Projektes, um bei Jugendlichen und deren Eltern sowie Lehrkräften präsent zu sein“, rät Dr. Robers und erntet nach der Projektvorstellung ausschließlich Zusagen, die eigene Organisation einzubringen und mitzuarbeiten. Unterstützt wird das Projekt von der örtlichen Agentur für Arbeit, die vor allem die Aufgaben der Berufsberatung in den Schulen wahrnimmt. Nachdem das Projekt im vergangenen Jahr in der Stadt Bocholt mit großem Erfolg durchgeführt wurde, hat die Agentur für Arbeit nun in der Stadt Coesfeld einen Partner gefunden. Auch die Berufskollegs vor Ort sind in das Projekt einbezogen.
Der Erlebnisparcours „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ dient der persönlichen Auseinandersetzung mit dem eigenen Ausbildungs- und Lebensweg. Fachleute empfehlen, dass sich junge Menschen bereits früh mit ihren Zukunftsvorstellungen hinsichtlich Arbeit und Beruf, Liebe und Partnerschaft und Familie auseinandersetzen sollen. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Erlebnisparcours, an dessen vier Stationen die Jugendlichen spielerisch ihre persönlichen Stärken entdecken und erste Ideen für die eigene Zukunftsgestaltung entwickeln. Die gewonnenen Erfahrungen sollen im Unterricht und im Elternhaus weiter vertieft werden. So vermittelt zum Beispiel ein Lehrerbegleitheft Anregungen für den vor- und nachbereitenden Unterricht. Die Elternmaterialien werden auch in türkischer und russischer Sprache aufgelegt.
Es sollen aber nicht nur Coesfelder Schulen teilnehmen. Daher war das Plenum auch mit Vertretern der Stadt Billerbeck und der Gemeinden Rosendahl und Legden sowie deren Hauptschulen interkommunal besetzt. „Coesfeld versteht sich als regionaler Bildungsstandort und auch die beteiligten Beratungseinrichtungen haben im nördlichen Kreis Coesfeld ihr Einzugs- und Wirkungsgebiet“, machte Bürgermeister Heinz Öhmann deutlich, dass die 500 Plätze im von Bund finanzierten Projekt auch besetzt werden sollen. „Unser Ziel ist es, den Jugendlichen im nördlichen Kreisgebiet Orientierungshilfe zu geben und dabei die vorhandenen Netzwerke zu nutzen, welche die Bereiche Berufsorientierung und Lebensplanung verbinden. Dazu sollen die gewonnenen Erkenntnisse nachhaltig in die Arbeit der Schulen einfließen“, erläutern die Vertreter der Stadt und weisen auf die Verzahnung mit dem Berufswahlpass hin.
Zum Thema: Persönliche Stärken und Berufswahl bei „komm auf Tour“
Beim Durchlaufen des Erlebnisparcours in Kleingruppen erhalten die Schülerinnen und Schüler von den Begleitern aus Jugendämtern bzw. von Beratungsdiensten eine Rückmeldung über ihre bei der spielerischen Lösungssuche gezeigten Stärken. Bewältigt werden müssen verschiedene Aufgaben an den Spielpunkten „Labyrinth – Orientierung finden“, „Zeittunnel – wo stehe ich in 2020“, „Sturmfreie Bude – den Alltag und Beziehungen organisieren“, sowie die „Bühne für Rollen- und Perspektivwechsel“ begleitet von Theaterpädagogen. Stärkepunkte gibt es für „Reden“, Arbeit mit den „Händen“, den „grünen Daumen“, für Arbeiten mit „Zahlen“, für Teamarbeit, für Kreativität / Fantasie, für Helfen oder für Ordnung halten. Hinter jedem Stärkepunkt verbirgt sich ein Schrank mit möglichen Themen und Inhalten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden diese Schränke transferiert in Berufsfelder, welche in der Region Ausbildungsplätze anbieten.