Stadt Coesfeld

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20. Dezember 2012 11:57

Bildungs- und Teilhabepaket: Stadt verlängert Kooperationsvertrag mit der Arbeiterwohlfahrt, der Diakonie und dem Havixbecker Modell

Um ein weiteres Jahr hat die Stadt Coesfeld den Kooperationsvertrag mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO), der Diakonie und dem Havixbecker Modell verlängert. Bis zum 31.12.2013 werden die Mitarbeiter der sozialen Verbände Eltern über die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket informieren. Die pädagogischen Fachkräfte setzen sich aktiv dafür ein, dass entsprechende Anträge auf Leistungen aus dem Bundesprogramm im Stadtschloss, Fachbereich Soziales und Wohnen, gestellt werden. So können z.B. Mittagessen in der Schule, Sport- und Musikschulkurse oder auch Nachhilfe oder Klassenfahrten aus dem Bundesprogramm bezuschusst werden.

Wollen gemeinsam noch mehr Kinder erreichen: Beigeordneter Dr. Thomas Robers, Bürgermeister Heinz Öhmann, Andreas Kolm (Fachbereich Soziales und Wohnen), Ernst Cluse (Arbeiterwohlfahrt), Farid Fazel und Jochen Schwenken (beide Havixbecker Modell) sowie Joachim Erdmann (Diakonie).

Heinz Öhmann unterstreicht bei der Unterzeichnung des Vertrages im Rathaus am 20.12.2012: „Wir haben 839 von ca. 1.100 anspruchsberechtigten Kindern erreicht. Das ist im Vergleich zu anderen Städten und Regionen eine sehr hohe Quote.“ Der Bürgermeister bedankt sich bei den Partnern für die gute Zusammenarbeit. Die Kosten für den Einsatz der Fachkräfte betragen 2013 91.460 € und werden vom Bund gezahlt.


Der zuständige Beigeordnete Dr. Thomas Robers bekräftigt, die guten Ergebnisse seien auf die bereits vorhandenen Strukturen der offenen Ganztagsangebote in den Grundschulen zurückzuführen. „Die Mitarbeiter von AWO und Diakonie können auf bestehende Vertrauensverhältnisse aufbauen. Es hat sich für uns ausgezahlt, dass wir hier vorhandene Betreuungsstrukturen genutzt haben.“ Das erhöhe auch die Qualität der Leistungen, weil die pädagogischen Fachkräfte gezielt beraten und das Angebot in der Stadt kennen und Kontakte aufgebaut haben.


Das Havixbecker Modell wirkt hingegen in den weiterführenden Schulen (Sekundarschule I und II). Die Sozialarbeiter erstellen Elternbriefe, treiben die Vernetzung der Einrichtungen wie Stadtsportring, Frauen e.V., Coesfelder Tafel voran und haben Flyer zu den Angeboten aus dem Bundesprogramm Bildungs- und Teilhabepaket aufgelegt. „Die Rahmenbedingungen in der Stadt Coesfeld mit seiner Angebotsvielfalt sind hervorragend“, erklärt Beigeordneter Robers.


Seit Mitte 2011 haben Eltern, die Leistungen nach dem SGB II – insbesondere Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld - oder Sozialhilfe nach dem SGB XII (Grundsicherung), Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, für ihre Kinder Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket. Die Anträge werden vom Team Wohnen im Fachbereich Soziales und Wohnen bearbeitet.


Wurden 2011 insgesamt 1.143 Angebote bezuschusst, waren es 2012 bereits 1.473. Zweidrittel der Antragsteller beziehen Wohngeld, ca. ein Drittel der Antragsteller sind Eltern, die SGB II-Leistungen beziehen.