Sprungnavigation

Spinge direkt...

18.05.2017

7. Berkelkonferenz in Coesfeld mit Impulsen für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit

Spontanes Geburtstagsständchen für den Regierungspräsidenten

Foto: Stadt Coesfeld

Das war eine schöne Überraschung für Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, als zunächst Arnold Gerritsen, Vorsitzender der Stichting 3e Berkelcompagnie, und Coesfelds Bürgermeister zum Geburtstag gratulierten, aber dann auch alle Konferenzteilnehmer gemeinsam mit einem Ständchen viel Glück und viel Segen wünschten. Damit war auch die erste deutsch-niederländische Zusammenarbeit an diesem Tage schon erfolgreich.

Und auch die sehr gute Resonanz auf die gemeinsame Einladung der 3e Berkelcompagnie und Stadt Coesfeld zu der inzwischen siebten Berkelkonferenz in Coesfeld darf auf der Erfolgsseite verbucht werden, wie Arnold Gerritsen in seiner Begrüßung betonte. Achtzig Teilnehmer aus der Politik, den Regionalverwaltungen, von Kreisen und Gemeinden, Wasserbehörden und –verbänden, aber ebenso auch von Tourismusverbänden und jeglichen Institutionen, die Bezug zur Berkel haben, hatten den Weg ins Coesfelder Rathaus gefunden. Gerritsen betonte: „Es ist die Berkel, die uns verbindet und für deren Belange sich unsere Compagnie einsetzt.“

Bürgermeister Heinz Öhmann nahm diesen Gedanken auf: „Compagnie heißt, wir handeln gemeinsam. Also lassen Sie uns gemeinsam handeln, um die Zukunft in unserer Region zu gestalten“, hob Öhmann in seiner Begrüßung hervor, die er auf Niederländisch hielt.

Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke erinnerte in seinem Grußwort an die Vorläufer der 3. Berkelcompagnie: Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, die Berkel wirtschaftlich zu nutzen, sie schiffbar zu machen. Nachdem dieses Ziel nicht erreicht werden konnte, war es lange Zeit ruhig um die Berkel. Erst in den vergangenen Jahren habe man „den Zauber der Berkel erkannt“ und so widmet sich die 3. Berkelcompagnie heute der gemeinsamen Förderung von Tourismus, Landschaftserleben, aber auch der Ziele von Naturschutz und Wasserwirtschaft. Er habe nun die dritte Berkelkonferenz und die immer gute Atmosphäre miterlebt und lobte den grenzüberschreitenden Zusammenhalt. Er habe den Eindruck, dass die "Berkelfamilie richtig gut zusammengewachsen" sei.

Anneliese Haselkamp, stellvertretende Landrätin des Kreises Coesfeld, schlug in die gleiche Kerbe, in dem sie die vielfältigen Verbindungen beschrieb, denn Wasser und Natur kennen eben keine staatlichen Grenzen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Austausch über die aktuellen Entwicklungen und Aktivitäten entlang der Berkel.
Themen gibt es reichlich: Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016-Agentur berichtete darüber, welche Regionale-Projekte bereits umgesetzt worden sind und gab einen Ausblick, wie es nach Abschluss des Präsentationsjahres ab dem 30.06.2017 weitergeht. Ihr Credo war: Weiterberkeln!

Einen ganz interessanten Einblick in die Entwicklung der Touristikwerbung im Euregio-Raum gab Prof. Dr. Gert-Jan Hospers von der Twente Hochschule aus Enschede. Er stellte die großen Chancen des grenzüberschreitenden Berkelkorridors heraus und hatte auch schon ausgemacht, dass mit der "Badenden", die in allen Städten entlang der Berkel wiederzufinden ist, auch ein ganz hervorragendes Markenzeichen gefunden ist. Seine Schlussfolgerung: Das was die Meerjungfrau für Kopenhagen, ist die Badende für die Berkel!

Die niederländischen Entwickelungen stellte Antoinet van Helfort-Looman, Hemrädin bei der Waterschap Rijn en IJssel, vor. Die Waterschap als große Organisation für die Wasserwirtschaft im Einzugsbereich zwischen Rijn und IJssel hat gemeinsam mit den niederländischen Berkelstädten einen "Berkeldalproces" angestoßen. In ihm sollen Visionen für die Entwicklung des Berkeltales unter Gesichtspunkten unter anderem wie Natur und Umwelt, Kultur und Touristik entwickelt werden. Dabei ist eine breite Beteiligung der Akteure vorgesehen.

In lockerer Diskussionsrunde unter Moderation des Berkelkenners Thomas Bücking, Vorstandsmitglied der 3e Berkelcompagnie, wurden dann noch weitere Themen zusammengetragen, die in Zukunft voran gebracht werden sollten. Aber zunächst steht ganz greifbar für die Menschen im Berkeltal der nächste Berkelaktionstag am 23. Juli 2017 an. Ein bunter Strauß an Aktivitäten ist geplant - und der wird sich auch bis in die Niederlande erstrecken. Der Berkelaktionstag, der im letzten Jahr mit großem Erfolg stattgefunden hatte, soll nach dem Willen der Teilnehmer in Zukunft regelmäßig reihum stattfinden, wenn möglich auch im Rahmen eines „Interreg-Projektes“ und gefördert durch die EU.

Bei all dem Lob für die Arbeit der 3e Berklecompagnie wies der Vorsitzende Arnold Gerritsen darauf hin, dass sich die 3. Berkelcompagnie bisher ausschließlich ehrenamtlich und ohne eigene Finanzmittel eingebracht habe. Er warb dafür, dass die Aktivitäten der Stichting seitens der Kommunen doch mit einem kleinen Obolus unterstützt werden sollten.

Und dann gab es die Berkel auch noch „live“: Am Nachmittag machten sich die Konferenzteilnehmer auf zu verschiedenen BerkelSTADTführungen und sahen sich die Coesfelder Berkelprojekte aus der Nähe an.