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14.06.2017

DOC-Erweiterung in Ochtrup - Stadt Coesfeld bekräftigt ablehnende Haltung

Bürgermeister Heinz Öhmann zu den Absichten, das DOC Design-Outlet-Center in Ochtrup auf 19.050 m² zu erweitern

Die Bauleitplanung zur Erweiterung des Design-Outlet-Center (DOC) in Ochtrup darf nach Einschätzung von Bürgermeister Heinz Öhmann aus Sicht der Stadt Coesfeld nicht realisiert werden. Die Stadt Ochtrup hat die Absicht, die Verkaufsfläche von aktuell etwa 11.000 m² auf nunmehr 19.050 m² Verkaufsfläche planungsrechtlich zu erweitern. Nach Ansicht des Coesfelder Bürgermeisters überschreite die Stadt Ochtrup mit dieser Erweiterung als kleineres Mittelzentrum massiv seinen zentralörtlichen Versorgungsauftrag.
Dem Einzelhandel in Coesfeld würde damit nicht nur ungeplante Konkurrenz durch das Internet sondern auch durch eine überdimensionierte Flächenausweisung in der Region erwachsen. Die Stadt hat deshalb zu den Entwürfen der Stadt Ochtrup für die Änderungen des Flächennutzungsplanes und des einschlägigen Bebauungsplanes für die beabsichtigte Erweiterung eine negative Stellungnahme abgegeben.
Die von benachbarten Städten und Gemeinden einschließlich der Stadt Coesfeld gemeinsam beauftragten Rechtsanwälte Dr. Bischopink und Dr. Janning kommen nach Prüfung der Planunterlagen zum Ergebnis, dass die zu erwartenden Umsatzverluste der betroffenen Einzelhandelsbetriebe und die sich daraus ergebenden städtebaulichen Negativfolgen für die Innenstädte im Einzugsgebiet nicht zutreffend ermittelt und damit nur unzureichend berücksichtigt worden sind. Die Stadt Coesfeld hat deshalb städtebauliche Vorbehalte und rechtliche Bedenken gegen das Erweiterungsvorhaben in einer Stellungnahme an die Stadt Ochtrup bekräftigt.
Sollten die Planverfahren von der Stadt Ochtrup ohne ausreichende Berücksichtigung der Bedenken aus den Nachbarkommunen abgeschlossen werden, werden diese gegen den geänderten Bebauungsplan gerichtlich vorgehen. Hierzu wird es in der zweiten Jahreshälfte ein Treffen der 21 benachbarten Städte und Gemeinden sowie der Kreise Borken, Emsland und Grafschaft Bentheim zur Abstimmung des weiteren Vorgehens gegen die DOC-Erweiterung geben.