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11.07.2017

Ärgernis Hund? Was den Einen freut, ärgert den Andern...

Von frei laufenden Hunden und ihren Hinterlassenschaften, Hundekotbeutelspendern und der Anleinpflicht in Parks und Grünanlagen, Fußgängerzonen und bei Festen

Foto: Stadt Coesfeld, Zi

Der neue Schlosspark mit seinen Rasen- und Freiflächen und auch das Berkelufer werden als Spiel- und Aufenthaltsflächen gern angenommen. Alfred Richters, der das Projekt „Schlosspark“ im Fachbereich Bauen und Umwelt begleitet, erklärt: „Wir haben Bänke und insgesamt 14 Abfallbehälter im Park verteilt aufgestellt. Jetzt bereiten wir noch eine Beschilderung mit allgemeinen Hinweisen und für Hundehalter vor: Hunde sollen im Park an der Leine geführt werden“.
Dass dies für manchen Hundebesitzer leider nicht selbstverständlich ist, haben einige Anfragen und Beschwerden gezeigt – nicht nur für den Schlosspark, sondern besonders aus anderen Ecken der Stadt: Fußgänger fühlten sich von frei laufenden Hunden gestört, Grünflächen und Wegränder an den Rändern der Wohngebiete seien verdreckt. Warum, fragte sich mancher, nutzen nicht mehr Hundebesitzer die erhältlichen Hundekotbeutel?
Stadtsprecherin Andrea Zirkel dazu: „Hier treffen unterschiedliche Mentalitäten aufeinander: Für die meisten Hundehalter ist es selbstverständlich, dass sie die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner entfernen. Leider gibt es auch ein paar andere: Hundehalter, die ihre Tiere frei laufen lassen oder denen es gleichgültig ist, wo sich ihr Vierbeiner absetzt. Diese Leute kümmert es manchmal wenig, wenn ein Hinweisschild aufgestellt ist oder ein Spender kostenlose Hundekotbeutel bereithält.“
Sie greift damit Beschwerden einiger Mitbürger daran auf, dass es am Schlosspark seit Kurzem zwei Beutelspender gibt, andernorts aber nicht. Dazu Alfred Richters:
„Bei der Planung des Parks haben wir die Spender zusammen mit Abfallbehältern hineingenommen. Das ist ein Angebot, damit die neuen Grünflächen möglichst pfleglich behandelt werden. Im Park sind immer viele Menschen unterwegs, wir zählen hier auf die „soziale Kontrolle“ und hoffen auf gegenseitige Rücksichtnahme.“ Der Park soll für alle Nutzer attraktiv sein: Für Spaziergänger, Familien mit kleinen Kindern, für die Schüler der nahegelegenen Liebfrauenschule, die übrigen Nachbarn, für die Teilnehmer von „Sport im Park“ oder von Kulturveranstaltungen auf der neuen Bühne.
Und was ist mit den Grünanlagen und Wegrändern in den Wohngebieten?
Öffentliche Wege, Spielplätze sowie Freizeitflächen in Parks und Grünanlagen dürfen nicht durch Hundekot beschmutzt werden. Jeder Hundehalter ist verpflichtet, den Kot seines Hundes unverzüglich zu beseitigen.
Und in Park- und Grünanlagen, an Kinderspielplätzen, in Fußgängerzonen, bei Volksfesten und in öffentlichen Gebäuden, Schulen oder Kindergärten sind Hunde – egal wie groß – an der Leine zu führen nach den Vorschriften des Landeshundegesetzes. Wer sich nicht daran hält, handelt ordnungswidrig.

Zum Thema Hundekotbeutel:
Das Bürgerbüro gibt Hundekotbeutel zum Einkaufspreis von 250 Stück für 3,50 € aus. Mit den speziellen Hundekotbeuteln ist jeder Hundehalter jederzeit in der Lage, die Hinterlassenschaften seines Hundes sofort aufzusammeln. Die hygienisch verschließbaren Beutel sollen anschließend im nächstgelegenen Abfallbehälter oder in der Restmülltonne zu Hause entsorgt und nicht – wie es manchmal geschieht – in die Grünanlagen geworfen werden.

Hundekotbeutel, auch kompostierbare, und andere Reinigungssets sind außerdem im Tierfachhandel erhältlich. Auch jede andere kleinere Plastiktüte eignet sich zum Aufsammeln des Hundekots. Der Vorteil der Hundekotbeutel besteht darin, dass diese klein und faltbar bei jedem Spaziergang mitgenommen werden können und an jedem Ort einsatzbereit sind.

Das Serviceteam Bürgerbüro ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr für geöffnet, Tel. 02541/939-1000.

 
Bildunterschrift: Einer der beiden Hundekotbeutelspender am Schlosspark