Sprungnavigation

Spinge direkt...

Sachstand zum Investorenauswahlverfahren Bahnhof Coesfeld (Presseinformation vom 06.05.2015)

Erläuterten die Planungen: (v.r.n.l.: Bürgermeister Heinz Öhmann, Ruth Echterhage (Eco Plan), Architekt Andreas Bodem, Manfred Höne (Eco Plan), BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz und Stadtbaurat Thomas Backes

17.06.2015

Auch das Konzept von H+T Konzeptbau sowie Evers Architekten hätte eine deutliche städtebauliche Aufwertung erreicht

Coesfeld. Ein Punkt musste den Ausschlag geben. ECO Plan wird mit Architekt Andreas Bodem das Bahnhofsgebäude neu gestalten. „Es war eine sehr knappe Entscheidung“, betont Thomas Lennertz, Geschäftsführer der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) im Rathaus. Beim mit der Stadt Coesfeld ausgeschriebenen Investorenwettbewerb für die Nachnutzung des Empfangsgebäudes Bahnhof Coesfeld waren zwei ortsverbundene Investoren, ECO Plan mit Architekt Andreas Bodem und H+T-Konzeptbau mit Evers Architekten, in die engere Auswahl gelangt.


Die Stadt dankt beiden Teilnehmern für die engagierte Arbeit im Rahmen des wettbewerblichen Dialogs. „Beide Konzepte hätten mit hoher städtebaulicher Qualität umgesetzt werden können. Und sie hätten auch funktioniert“, ist auch Bürgermeister Heinz Öhmann überzeugt. Er freut sich über den Quantensprung für den Bahnhof Coesfeld. „Ich weiß dass sich die Coesfelder hier eine Aufwertung wünschen. Jetzt liegt eine hervorragende Detailplanung mit wirtschaftlich tragfähigem Nutzungskonzept vor.“


Vorangegangen waren zwei Jurysitzungen unter Leitung von Prof. Dr. Fritzen. Von Beginn an lagen beide Konzepte sehr eng beieinander. Letztlich hat dann die gestalterisch qualitätsvolle Architektur, verbunden mit der attraktiven Platzbelebung des Investors ECO Plan und Architekt Andreas Bodem die Entscheidung gebracht.


So sieht das Konzept von Eco Plan/Bodem ein städtebaulich interessantes Ensemble vor, das dem Bahnhofsplatz eine städtebauliche Kante gibt und dennoch den Blick auf die Züge und das Bahngelände ermöglicht. Es entsteht ein neues Bahnhofsareal mit drei Gebäuden: dem freigestellten Bahnhofsgebäude sowie zwei flankierenden Gebäuden, die den Blick nach Westen freigeben auf Züge und Gleisanlagen. Die Nutzungen Wohnen, Arbeiten (Büros, z.B. Deutsche Bahn) und Freizeit (Gastronomie). Insbesondere der Umgang mit dem alten Bahnhofsgebäude dokumentiert das moderne Zeitalter: Fahrkartenverkauf ist Nebenschauplatz, nun prägt Gastronomie das Gebäude. Giebelseitige gebäudehohe Glasanbauten machen die Nutzung von außen ablesbar und beleben den städtischen Raum auch im Winter und bei Dunkelheit. Das Gebäude tritt aufgrund seiner architektonischen Gestaltung in Kontakt mit seiner Umgebung und empfängt den Ankommenden mit einer einladenden Geste.


Die außergewöhnliche Architektur hat einen hohen Wiedererkennungswert und bietet ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir erwarten eine Aufwertung des gesamten Umfeldes“, erklärt Stadtbaurat Thomas Backes. Die Jury formuliert: „Der Bahnhof Coesfeld kann sich mit diesem Projekt zu einem wahren Schmuckstück entwickeln.“


Zum Thema: Kriterien für die Auswahlentscheidung

  • Städtebauliche Qualität
  • architektonische Qualität Bahnhofsgebäude
  • Nutzungs- und Belebungskonzept für das Gebäude
  • Funktionale Qualität
  • Standort Taxen
  • Erschließung Bahnhofsareal
  • qualitätsvolles Stadteingangstor für den Bahnreisenden