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17 Millionen Euro Förderung für Projekte im westlichen Münsterland

Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller übergibt Zuwendungsbescheide für Regionale 2016-Projekte und Innenstadtmaßnahmen

Velen / Westliches Münsterland. Dorothee Feller, Regierungsvizepräsidentin aus Münster, hat heute Zuwendungsbescheide in Höhe von rund 17 Millionen Euro an Empfänger aus dem westlichen Münsterland übergeben. Die Fördergelder sind für die Umsetzung von Regionale 2016-Projekten und damit verbundenen Innenstadtmaßnahmen vorgesehen.

Einen Zuwendungsbescheid erhielten die Städte Bocholt (4.690.000 Euro), Borken (3.056.000 Euro), Coesfeld (2.916.000 Euro), Dorsten (2.216.000 Euro), Lüdinghausen (2.207.000 Euro), Vreden (60.000 Euro), die Gemeinden Senden (724.000 Euro) und Schöppingen (955.000 Euro) sowie der Kreis Borken (240.000 Euro) und die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung (280.000 Euro).

„Ich freue mich, heute stellvertretend für das Land weitere Förderbescheide für das Regionale-Gebiet übergeben zu können“, sagte Dorothee Feller in Velen. „Im bevorstehenden Präsentationsjahr 2016 können das Westmünsterland und seine Anrainerkommunen zeigen, an welchen zukunftweisenden Projekten in den vergangenen Jahren gearbeitet wurde und wie durch gute regionale Zusammenarbeit die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam bewältigt werden können.“ Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur, fügte hinzu: „Die Projektträger haben in den vergangenen Jahren intensiv an ihren Vorhaben gearbeitet. Es sind qualitativ herausragende Projekte entstanden. Ich freue mich, dass das Land diese Arbeit heute ausgezeichnet hat und fördert.“

Die Stadt Bocholt erhält 4,69 Millionen Euro aus dem NRW-Programm „Lebendige Gewässer“ für die ökologische Aufwertung der Bocholter Aa. Die geplanten Maßnahmen werden im Zuge des Regionale 2016-Projekts „KuBAaI – Kulturquartier Bocholter Aa und Industriestraße“ umgesetzt und bilden das Rückgrat der neuen Freiraumspange zwischen Innenstadt und Aasee. Im bislang stark versiegelten Industrieareal wird der Fluss aufgeweitet, seine Ufer ökologisch neu gestaltet und naturnahe Auenzonen geschaffen. Diese Förderung ist ein weiterer wichtiger Baustein für das Gesamtprojekt KuBAaI neben den bereits bewilligten 10,4 Mio. Euro aus Städtebaumitteln.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Projekt „Altes Rathaus Borken“ den A-Stempel der Regionale 2016 erhalten. Das Alte Rathaus wird zu einem Forum für Kunst und Kultur, zu einem Haus für Geschichte und Gegenwart weiterentwickelt. Die Stadt erhielt heute für den Hochbau, die Inneneinrichtung und die Gestaltung des Umfeldes einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 3,056 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Städtebauförderung.

Mit 240.000 Euro Förderung aus dem NRW-Programm „Nahmobilität“ wird die Ausführungsplanung für den ersten Bauabschnitt von Bocholt nach Rhede des Radschnellweges „Regio.Velo“ gefördert. Empfänger des Zuwendungsbescheids ist der Kreis Borken. Die 60 Kilometer lange „Radautobahn“ soll zwischen Isselburg und Coesfeld entstehen und vor allem für Berufspendler eine Alternative zum PKW sein.

In Coesfeld soll mit der „BerkelSTADT“ der Fluss Berkel an zentralen Punkten wieder erlebbar und zugänglich werden. Zudem werden die beiden künstlich angelegten Flussarme „Umflut“ und „Fegetasche“ naturnaher gestaltet und der Hochwasserschutz verbessert. Den Zuwendungsbescheid über 2,916 Millionen Euro aus der Städtebauförderung erhielt Bürgermeister Heinz Öhmann heute für die Umgestaltung des Schlossparks und des Wiemannwegs sowie für weitere ergänzende Maßnahmen in der Innenstadt.

Die Stadt Dorsten erhält 2,216 Millionen Euro aus der Städtebauförderung. Hiermit wird unter anderem die Machbarkeitsstudie für die Umnutzung des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes im Rahmen des Projekts „BahnLandLust“ unterstützt. Zudem wird neben weiteren Innenstadtmaßnahmen wie einem Hof- und Fassadenprogramm ein Stadtteilbüro für die Dauer von drei Jahren eingerichtet.

Mit dem Regionale 2016-Projekt „WasserBurgenWelt“ wird in Lüdinghausen der Landschaftsraum zwischen der Burgen Vischering, der Burg Lüdinghausen und der Altstadt neu gestaltet und bessere Wegeverbindungen geschaffen. Für die Bürgerinnen und Bürger entstehen Aufenthalts- und Erholungsflächen. Die Burg Vischering wird zudem zu einem zeitgemäßen Wissens- und Erlebnismuseum aufgewertet. 2,207 Millionen Euro aus der Städtebauförderung wurden für die Neugestaltung des Marktplatzes Lüdinghausen sowie des Landschaftsraums bewilligt.

Bereits im Bau befindet sich seit Anfang 2015 das „Kult“ in Vreden (ehemaliger Titel: Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland). Für begleitende Maßnahmen wie den städtebaulichen Planungsprozess „Domhof“ sowie die weitere Belebung der Innenstadt erhielt Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch einen Förderbescheid in Höhe von 60.000 Euro.

Das interkommunale Projekt „WasserWege – Stever“ umfasst ein Bündel an Maßnahmen entlang der Stever und ihrer Nebenflüsse – unter anderem zur Renaturierung, zur Veranschaulichung der Gewässerentwicklung und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität am Fluss. Die Gemeinde Senden als einer von mehreren Projektpartnern hat heute eine Förderung in Höhe von 724.000 Euro erhalten. Mit diesen Mitteln aus der Städtebauförderung werden die Planungen für eine neue Platz- und Ufergestaltung entlang des Dortmund-Ems-Kanals sowie eine bessere Anbindung an die Innenstadt unterstützt. Zudem werden Arbeiten an der Edith-Stein-Schule gefördert.

Die Gemeinde Schöppingen hat eine Förderung in Höhe von 955.000 Euro für das Projekt „Kraftwerk Künstlerdorf“ erhalten. Hierfür kann auf dem Gelände des Künstlerdorfes Schöppingen die Kulturhalle umgebaut und eine Hackschnitzelheizung mit Wärmenetz errichtet werden. Zudem wird ein integriertes Handlungskonzept gefördert. Energietechnik, Kunst und nachhaltiges Denken sollen im Zuge der Regionale 2016 im Künstlerdorf zusammengebracht werden.

280.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V des Bundes hat die „Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung“ erhalten. Mit diesen Mitteln können Sanierungsmaßnahmen an der Vorburg, der Gräftenmauer, dem Kapellenturm, dem Balkon am Haupthaus und dem Teehaus vorgenommen werden. Die Burg Hülshoff in Havixbeck soll im Zuge der Regionale 2016 zu einem „Droste-Kulturzentrum– Zukunftsort Literatur“ ausgebaut.

Förderbescheid Stadt Coesfeld / Projekt BerkelSTADT Coesfeld (v.l.): Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat Kreis Coesfeld), Uta Schneider (Geschäftsführerin Regionale 2016 Agentur), Dorothee Feller (Regierungsvizepräsidentin Bezirksregierung Münster), Heinz Öhmann (Bürgermeister Stadt Coesfeld), Larissa Bomkamp (Stadt Coesfeld), Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken). (Foto: André Dünnebacke / Regionale 2016 Agentur)