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Lokdenkmal für Lette wird Sonntag enthüllt

Am 3.8. wird um 15 Uhr der restaurierte Lokführerstand feierlich enthüllt / Die Sponsoren, die Mitarbeiter der ausführenden Firma Jostmeier und des Architektenbüros Wortmann sowie alle interessierten Freunde des Eisenbahnmuseums Coesfeld-Lette sind herzlich eingeladen

Coesfeld-Lette. "Es ist so weit! Das Eisenbahnmuseum  Alter  Bahnhof Lette (Kr Coesfeld)  wird um eine neue Attraktion reicher", freut sich Pater Daniel Hörnemann Nach einjähriger Arbeit fertigte die Landmaschinenfirma Jostmeier in Welte aus dem, was die meisten Betrachter als Schrott eingestuft hätten, ein Schmuckstück, ein Lokdenkmal.
Am Sonntag, 03. August 2008, wird um 15 Uhr der restaurierte Lokführerstand  enthüllt. Dazu sind alle interessierten Freunde des Eisenbahnmuseums herzlich  eingeladen. Kaffee und Kuchen werden in der Güterabfertigung angeboten.

Die Kosten der fachmännischen Restaurierung hätte sich der Eisenbahnfreunde-Verein nicht leisten können ohne die Hilfe der Ernsting-Stiftung. "Dafür sind wir, die Lokomotivfreunde, der Stiftung besonders dankbar", sagt Pater Daniel. Das Lokführerhaus wird auf dem Gleis im Museumsgarten für Besucher des Eisenbahnmuseums ein ganz besonderer Anziehungspunkt sein. Anhand der originalen Instrumente und Armaturen und der gesamten Einrichtung können die Arbeitsbedingungen vergangener Zeiten illustriert werden. Für Besucher wird an Museumstagen ein Aufstieg von der Gleisseite ermöglicht. Auf dem Führerstand können sie den  Arbeitsplatz von Lokführer und Heizer kennenlernen.

Und so kam es zu der Neuerwerbung:
Als Pater Daniel für seine jahrzehntelang gesammelten Lokteile eine entsprechende Anbringung suchte, bot C.P. Vedder  aus Celle Führerhaus und Stehkessel 1996 zum Kauf an. Die  Eisenbahnfreunde fackelten nicht lange und erwarben die guten Stücke nach Besichtigung vor Ort. Die großen Teile gingen auf die Reise nach Lette und wurden dort anfänglich restauriert. Aus den erhalten gebliebenen Resten der beiden seit langem verschrotteten Lokomotiven 52 8185 und 52 8119 wurde nun ein Lokdenkmal besonderer Art.

 

Das Lokführerhaus stammt von der Reichsbahnlok 52 8185,  Hersteller: Henschel und Sohn, Kassel, Baujahr: 1944, Fabriknummer:  28215, ursprüngliche Loknummer 52 2858, umgebaut als 52 8185 am  30.03.1967, ausgemustert im Mai 1992. Die Lok wurde 1944 von der  Reichsbahndirektion Stettin übernommen, 1988 in Görlitz abgestellt  und 1992 in Chemnitz- Hilbersdorf verschrottet.

Der Stehkessel stammt von Lok 52 8119, Hersteller: Deutsche Waffen-  und Munitionsfabriken AG, Werk Posen (vormals Cegielski), Baujahr:  1944, Fabriknummer: 723, ursprünglich Loknummer 52 1282,  umgebaut als 52 8119 am 30.11.1964, ausgemustert am 23.03.1992.  Die Lok gehörte 1944 zur Generaldirektion der Ostbahn in Krakau,  erlitt 1980 einen schweren Unfall, wurde aber wieder instandgesetzt  und erst 1991 in Roßlau abgestellt, dann 1992 dort verschrottet.

Blick auf das Eisenbahnmuseum Lette