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10.11.2017

Bauarbeiten an der Bernhard-von-Galen-Straße verzögern sich

Stadtbaurat Thomas Backes berichtet im Rat über Archäologische Grabungen auf der Suche nach Bodendenkmälern

Stadtbaurat Thomas Backes brachte es in der Ratssitzung am Donnerstag auf den Punkt: „Uns war vor Beginn der Bauarbeiten vom Landschaftsverband aufgegeben worden, dass wir beim Straßenausbau an der Bernhard-von-Galen-Straße Archäologische Untersuchungen durchführen müssen“. Grund sind die dort vermuteten Bodendenkmäler, denn das Gelände, auf dem die Bernhard-von-Galen-Straße nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist, gehört zum Coesfelder Innenstadtkern. Und der ist schon seit mehr als tausend Jahren besiedelt. Thomas Backes: „Das Denkmalschutzgesetz wurde 2013 geändert. Seitdem kommt bereits vermuteten Bodendenkmälern Denkmalqualität zu“. Im Klartext heißt das: Wird ein Bodendenkmal vermutet, muss der Bereich vor einer Baumaßnahme wissenschaftlich untersucht werden. Funde sind zu bergen und die Arbeiten sind zu dokumentieren. „Dazu haben wir eine Fachfima beauftragt. Die Kosten dafür trägt  der Bauherr, auch das ist uns vorgeschrieben“, sagt Thomas Backes. Er ergänzt: „Bisher wurden Reste von Mauern, altem Pflaster und Brunnen gefunden. Unsere Baufirma musste die Arbeiten mit der Archäologin vor Ort abstimmen und kam deshalb langsamer voran als geplant. Bisheriger Zeitverzug: Ca. 8 Wochen, bisherige Kosten für die Stadt und die Stadtwerke, die vor dem Straßenausbau die Versorgungsleitungen erneuern: Ca. 30.000 Euro. Wir erwägen jetzt, den Ablauf der Baumaßnahmen umzustellen. Eventuell wird die Straße vorübergehend komplett gesperrt, eine Zufahrt zur Marktgarage wäre dann für kurze Zeit nicht möglich.“ Insgesamt erwartet die Stadt eine Verzögerung von vier bis sechs Monaten. Die zusätzlichen Kosten könnten sich auf 80.000 bis 100.000 Euro belaufen. Welche Kosten die Stadt und die Stadtwerke letztendlich zu tragen haben werden, das liegt wohl noch im Dunkel unter der Straßendecke.