Sprungnavigation

Spinge direkt...

07.02.2018

Städtepartnerschaft Coesfeld-De Bilt: Chorkonzert "Rund um die Ostsee" in der Evangelischen Kirche am Samstag (24.02.) um 15.00 Uhr

Schütz-Chor unter Leitung von Pieter Kramers auf Einladung des Städtischen Musikvereins e.V.

Foto: Pixabay.de

Der Schütz-Projektchor, ein Chor, der sich zur Realisation besonderer Chorvorhaben zusammenfindet, wird am 24. Februar 2018 um 15.00 Uhr in der Evangelischen Kirche am Markt ein Konzert aufführen, das ungewöhnlich ist. Der Chor, unter der Leitung von Pieter Kramers, wird Werke ausschließlich solcher Komponisten zu Gehör bringen, die aus Ländern stammen, die an der Ostsee liegen, und der daher das Konzert unter den Titel “Rund um die Ostsee” stellt.

In der Ankündigung des Städtischen Musikvereins heißt es: 
Dabei werden die niederländischen Freunde Madrigale zu Gehör bringen, die die Skandinavische und die Baltische  Seele erklingen lassen. Werke aus der Feder des Schweden David Wikander, der Finnen Jaako Mäntyjärvi und Juhani Komulainen und des Schweden Hugo Alfvèn werden dabei umrahmt von derzeit gefeierten Komponisten aus dem baltischen Raum. Dabei kommen der jüngst verstorbene Veljo Tormis aus Estland, der Lette Peteris Vasks, der 1977 geborene und großartige Eriks Esenvalds (dessen jüngst erschienene CD ich gerade höre) und der 1954 in Litauen geborene Vytautas Miskinis zu Wort und Stimme. Beendet wird das höchst interessante Konzert mit der Vertonung des “Gebet nach dem Kanon”, dessen Text dem kirchenslawischen “Kanon Pokajanen” entlehnt ist. Komponist dieses Werkes ist der 1935 geborene Este Arvo Pärt, der sich weltweiten Ruhms erfreuen darf.
 
Mit diesem Konzert “Rund um die Ostsee” präsentiert der “Schütz-Chor” seine Erkundungsergebnisse nach einer langen Suche in der Literatur der genannten Länder, und gleichzeitig die musikalische DNA der baltischen Region, deren starke Kompositionen seit einigen Jahren im Fokus ambitionierter und leistungsstärkerer Chöre, die die hohe Kunst der A-cappella-Literatur beherrschen, stehen. Der “Schütz-Chor” wird ein “Compositum mixtum” der immens reichhaltigen Chormusiktradition der genannten Region, hier allerdings konzentriert auf Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts, präsentieren. Letztendlich spiegeln alle Werke ein blühende Volksmusik, die lange Winterabende erleichtern mag, und eine in den baltischen Ländern mit Begeisterung praktizierte musische Ausbildung, die neidisch machen will, wenn man diese mit der hierzulande herrschenden vergleicht. Dies im übrigen ist auch der Grund, weshalb mittlerweile die besten Chöre der Welt, zumal im Bereich der “a-cappella-Choristik”, im baltischen Sprachraum beheimatet sind. Interessante Stilistik ist zu erwarten: Verwobene Polyphonie, genauso wie ein verinnerlichte Chromatik und: Singende Weingläser, ein Hochfest der hochmelodiösen gleichwie auch melancholischen Gesangskultur der nordischen Nachbarländer!

Der Eintritt ist frei, im Anschluss wird um eine Spende gebeten.