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Abschied nach Noten: Wolfgang Meschendörfer gibt Kammerkonzert

Der Förderverein der Musikschule Coesfeld lädt am Dienstag, 22. April 2008, 19.30 Uhr, in das WBK-Forum zum Kammerkonzert mit Wolfgang Meschendörfer (Querflöte) und Rudolf Innig (Klavier) / Abschied von der Musikschule Coesfeld nach 28 Jahren und mehr als 320 musikalisch begleiteten und geprägten Schülerinnen und Schülern

Coesfeld. Wolfgang Meschendörfer verabschiedet sich wie er gekommen ist: Mit Noten. Wohlgesetzt und in Harmonie. Erinnernd an die Schwerpunkte des Repertoires der mehr als 150 öffentlichen Auftritte in 28 Jahren Konzerttätigkeit. „Mit einem Konzert am Dienstag, 22. April 2008, um 19.30 Uhr im Forum des WBK gemeinsam mit Rudolf Innig verabschiede ich mich von Schülern, Kollegen und Wegbegleitern“, sagt Wolfgang Meschendörfer und lädt herzlich zu dieser Veranstaltung des Fördervereines der Musikschule Coesfeld, Billerbeck, Rosendahl, ein.

Das Datum 22.04. ist bewusst gewählt: „Genau vor 28 Jahren hatten Rudolf Innig und ich auf Initiative von Hubert Westendorf unseren ersten gemeinsamen Konzertauftritt“. Zwischen damals und heute liegen 320 Schülerinnen und Schüler, davon mehr als 100 die mehr als fünf Jahre Unterricht bei dem aus Siebenbürgern stammenden Meschendörfer erfahren haben und nicht unwesentlich von ihm geprägt wurden.

„Wir hatten zu Beginn der 80er Jahre mit einem Zyklus der Händel- und Bach-Flötensonaten begonnen. Hierauf beziehen wir uns“, erläutert Wolfgang Meschendörfer das Konzertprogramm. Die Händel-Sonate in G-Dur Op. 1 Nr. 5, ein nicht zu langes, 5-sätziges Stück mit einer langsamen Einleitung, einem virtuosen Mittelsatz und zwei kurzen abschließenden Tanzsätzen, und die Bach-Sonate in E-Dur BWV 1035 mit ihrem einleitenden, von Bach selbst reich verzierten Einleitungssatz. „Diese Sonate mit ihrem beeindruckenden Spannungsbogen und dem eigentümlichen Satz von fast depressiven cis-Moll aber auch einem tänzelnden Siciliano-Rhythmus liegt mir besonders am Herzen“, so Meschendörfer, bei dem wie bei der Durchführung des letzten Musikschulwettbewerbes am Wochenende schon Wehmut mitschwingt.

Es folgt ein Werk von Beethoven, eine Serenade mit sieben Sätzen und 20 Minuten unterhaltsamer und stark kontrastierender Musik mit fulminantem Ende. „Dass Beethoven das ursprünglich für Flöte, Violine und Viola geschriebene Werk für Flöte und Klavier umschrieb und ihm eine neue Opuszahl, nämlich 41 gab, zeigt, dass ihm dieses Werk wichtig war“, so Meschendörfer zu seinem Konzertprogramm.

Dazu wird er die Musik seiner Heimat Siebenbürgen erklingen lassen. „Cornel Tzaranu war zur Zeit meines Musikstudiums in Klausenburg ein junger begabter Komponist, Meisterschüler unseres Rektors Sigismund Todutza“. Von ihm präsentiert Meschendörfer die 1960 geschriebene Flötensonate, seiner Meinung nach sein bestes und ausdruckstärktes Stück. Und am Schluss des Programm schmettert die „Schwarze Amsel“ ihr unverwechselbares Lied, dem der Komponist Olivier Messiaen so einfühlsam zuhörte und meisterhaft zu Papier brachte. „Eine letzte große Herausforderung für unser gemeinsames Musizieren“, meint Wolfgang Meschendörfer abschließend.

Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 5,00 Euro pro Person, Kinder und Jugendliche zahlen 2,00 Euro.

Proben für das Abschiedskonzert: Wolfgang Meschendörfer und Rudolf Innig.
Proben für das Abschiedskonzert: Wolfgang Meschendörfer und Rudolf Innig.