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Betreuungsangebote in den Sommerferien trotz Corona

Jugendamt der Stadt Coesfeld stellt verändertes Ferienkonzept vor

Gabi Kaudewitz atmet auf: „Wir haben es geschafft, das Programm steht!“ Das Jugendamt der Stadt Coesfeld hat die vergangenen Wochen genutzt, das bereits bekannte Ferienprogramm grundlegend an die bekannten Erfordernisse des Infektionsschutzes anzupassen. Dabei hatte das Jahr 2020 noch ganz normal angefangen: Seit Jahren bekannte und etablierte Ferienangebote wie die Kinderstadt Klein Kuhfeld, das I-Männchen-Projekt im Stellwerk oder das Kinderkulturprojekt wurden als Klassiker in das Ferienprogramm aufgenommen. Und dann kam die Corona-Krise und brachte alles durcheinander. Mitarbeiterin Andrea Wiesner: „Uns war recht bald klar, dass wir die bestehenden Angebote mit teils mehr als einhundert Kindern an einem einzigen Ort so nicht würden durchführen können.“ Zugleich, so ergänzt Gabi Kaudewitz, sei die Nachfrage seitens der Familien auch dadurch gestiegen, dass Eltern mitunter aus beruflichen Gründen bereits vor den Sommerferien ihren Jahresurlaub hätten verbrauchen müssen.

Dadurch seien zum Teil nochmals neue Bedarfe für Angebote der Ferienbetreuung von Kindern entstanden. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist ein fast vollständig neu konzipiertes Ferienprogramm: Statt der Kinderstadt Klein Kuhfeld, dem Kinderkulturprojekt und dem I-Männchen-Projekt wird nun ein vereinheitlichtes aber dezentrales Ferienangebot für Coesfelder Kinder durchgeführt. Dessen zentrales Merkmal besteht darin, dass an diversen Standorten in der Stadt – Schulen und Pfarrheimen – jeweils 4 Gruppen zu je sechs Kindern mit einem jeweils wochenweisen Freizeitangebot stattfinden. Das bedeutet zwangsläufig einen logistischen und personellen Kraftakt. Gabi Kaudewitz: „Wir sind sehr dankbar und froh, dass uns die Pfarrgemeinde St. Lamberti auch die Pfarrheime Maria Frieden und St. Lamberti zur Verfügung stellt.“

Weitere Standorte werden die Kardinal-von-Galen-Grundschule, die Theodor-Heuss-Realschule, das Heriburg-Gymnasium, die Ludgeri-Grundschule und das Jugendhaus Stellwerk sein. Für alle Angebote gibt es einen ausgeklügelten Hygieneplan, der viele bereits bekannte Grundsätze der Hygiene und Kontaktvermeidung beinhaltet. Ein Baustein dieses Konzeptes ist die bewusst klein gehaltene Größe aller Gruppen und deren räumliche Verteilung.

Gabi Kaudewitz: „Wir orientieren uns hier an einschlägigen gesetzlichen Vorgaben für derartige Angebote.“ Der Hygieneplan kann zusammen mit den übrigen Elterninfos im Rahmen der Online-Anmeldung im Anmeldeportal eingesehen werden. Andrea Wiesner ergänzt: „Uns war wichtig, vor allem den Eltern und Kindern Planungssicherheit zu geben, die sich bereits vor der Corona-Krise verbindlich zu unseren Projekten angemeldet hatten.“ Aus diesem Grund haben diese Familien bereits Vorrang im nun anlaufenden Anmeldeverfahren bekommen, welches am Dienstag, 09.06.2020 ab 7.00 Uhr auf der Anmeldeplattform www.unser-ferienprogramm.de/coesfeld startet. Dieses Anmeldeverfahren ist zweistufig: Zunächst muss ein Nutzerkonto angelegt werden, welches in einem zweiten Schritt für die Anmeldung zu einzelnen Veranstaltungswochen an den betreffenden Standorten genutzt werden kann. Die Erstellung des Nutzerkontos und damit einhergehende Registrierung kann bereits vor dem Start des Anmeldeverfahrens über die Anmeldeplattform getätigt werden.

Angebote finden in allen sechs Ferienwochen statt, pro Kind sind aber nur maximal drei Wochen buchbar. Teilnehmen können Kinder von 5 bis 12 Jahren. Sollte es eine extrem ungleichmäßige Auslastung der einzelnen Standorte geben, behält sich das Team des Jugendamtes vor, einzelne Kinder gegebenenfalls auch auf andere Standorte in der Stadt „umzubuchen“.

Auch für den traditionellen Bauspielplatz des Jugendamtes gelten neue Regeln: War dieses Angebot in der Vergangenheit noch ohne Anmeldung zu besuchen, ist auch hier in diesem Jahr eine vorherige Buchung über die Online-Plattform erforderlich.

Der Bauspielplatz findet in diesem Jahr in der dritten und vierten Ferienwoche am Lübbesmeyerweg statt (13. Juli bis 24. Juli). Gebucht werden kann die kostenpflichtige Teilnahme entweder am Vormittag (7:45 bis 12:00) oder am Nachmittag (12:30 bis 16:45).

Der Grund für diese Staffelung ist ebenfalls die zeitliche Entzerrung der teilnehmenden Kinder. Auch für den Bauspielplatz gelten erweiterte Regeln, die der Hygiene und Infektionsvermeidung dienen. Eingeladen sind Coesfelder Kinder von 6 bis 15 Jahren.

Wichtig: Für alle Ferienangebote, egal ob es sich um die Kleingruppen oder um den Bauspielplatz handelt, gilt: die Kinder müssen immer eine eigene Mund-Nase-Maske mit sich führen!

Alle weiteren Infos zum Bauspielplatz finden sich ebenfalls auf der Anmeldeplattform; Fragen zu diesem Angebot beantwortet

Niklas Dapper, Jugendhaus Stellwerk, Tel. 9260500.

Insgesamt können mit der veränderten Planung sogar deutlich mehr Teilnehmerplätze realisiert werden, als mit dem ursprünglichen Konzept. Gleichwohl rechnen die Verantwortlichen mit einer großen Nachfrage: Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, werden Wartelisten geführt.

Alle sonstigen Fragen zum veränderten Ferienangebot und der angepassten Arbeitsweise beantwortet Gabi Kaudewitz unter der Telefonnummer 939-2330.

Foto: (c) Stadt Coesfeld