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Birgit Haverkock will das Akkordeon aus dem Schatten holen

Birgit Haverkock hat im Akkordeon ihr Wunschinstrument gefunden / Die Osterwickerin gibt jetzt als diplomierte Musikschullehrerin an ihrer „Heimatmusikschule“ Coesfeld Unterricht im Projektbereich / Neben ihrem Studium in Trossingen hat sie noch den Master of Music im finnischen Oulu absolviert / Interessierte ehemalige Akkordeonspieler sind herzlich willkommen

Coesfeld. Zurück zu den Wurzeln! Nach ihrem Musikstudium in Trossingen, Hauptfach Akkordeon, kehrt Birgit Haverkock als ausgebildete Diplom-Musikschullehrerin zurück zu ihren musikalischen Anfängen: Zur Musikschule Coesfeld. Dort unterrichtet sie heute im noch jungen Projektbereich der Musikschule Coesfeld im Fach Akkordeon einen Fortgeschrittenen –und einen Anfängerkurs. Viele Familienfrauen, Berufstätige und Ruheständler entdecken dort ihre Liebe zum Akkordeon wieder neu.

„Wenn man das Akkordeon erwähnt, denken viele an den Musikantenstadl“, meint Birgit Haverkock. „Das hat das Instrument nicht verdient!“ Völlig zu Unrecht stünde das Handzuginstrument nicht so da wie andere so genannte klassische Instrumente, zum Beispiel die Geige oder Klarinette. „Dabei ist das Akkordeon so facettereich und einfach unglaublich spannend. Sie können Klassik ebenso wie Jazz, Tango, Folklore oder zeitgenössische Musik zu Gehör bringen“.

Die Osterwickerin hat ihre Liebe zum Akkordeon durch die Musikschule Coesfeld Billerbeck Rosendahl erfahren. Bei der niederländischen Dozentin Harriet Markus, die seit 1992 für die Musikschule Coesfeld tätig ist, erlangte die 28jährige die feste Gewissheit, dass Akkordeon spielen und unterrichten ihre Lebensaufgabe ist. „Harriet Markus hat mir gezeigt, wie man mit dem Melodiebass auch mit dem Akkordeon klassische und zeitgenössische Musik interpretieren kann. Das hat mich so begeistert, dass ich wusste: Das willst du studieren“, erzählt temperamentvolle junge Frau. Neben ihrem Studium in Trossingen hat sie noch den Master of Music im finnischen Oulu absolviert. Und heute will Birgit Haverkock das Akkordeon aus seinem Schattendasein befreien helfen.

Was begeistert Sie so für das Musizieren? „Es ist schwer zu erklären“, aber ich versuche es“, lacht die Rosendahlerin. Vielleicht der Rhythmus von Fortschritt und Stillstand? Dass man seinen eigenen Weg gehen muss und nicht weiß, was hinter der nächsten Weggabelung liegt? Dass man mal sein technisches, mal sein musikalisches Können verbessert? „Es ist einfach eine spannende Auseinandersetzung mit sich selbst und man tut etwas für sich selbst.“

Diese Erfahrung machen auch die neuen Teilnehmer im Projektbereich, die sich an das „Wieder Musizieren“ herantrauen. „Der Projektbereich ist ideal, wenn man früher gespielt hat und wegen Familie und oder Beruf lange pausiert hat“. Das ist das Schöne im Projektbereich, gerät die studierte Musikerin ins Schwärmen: „Die Teilnehmer wünschen sich, zusammen zu spielen und sind begeistert, wieder Zeit für ihr früheres Hobby zu haben“. Zumal Musizieren entspanne und einfach ein guter Ausgleich sei. Neben Pensionären und Rentnern entdeckten auch viele Familienfrauen und Berufstätige ihr Instrument neu und nähmen sich bewusst „Ich-Zeit“.

„Genau diese Klientel der Lieder-nicht-mehr-Musizierer wollen wir im Projektbereich ansprechen“, bekräftigt Bernd Mertens, der den noch jungen Projektbereich der Musikschule leitet. Auch im Fach Akkordeon sind weitere ehemalige Musikerinnen und Musiker herzlich willkommen.

 

Kontakt: Musikschule Coesfeld, WBK, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld, Bernd Mertens, Tel. 0 25 41 / 7 01 77.

 

Birgit Haverkock