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Bürgeruniversität: Vorlesung "Die wunderbare Unzerreißbarkeit der Gesellschaft" am Mittwoch (13.11.19) um 19 Uhr

Unscheinbare Erscheinungen des Alltags und ihre soziologische Deutung mit Dr. Thomas Loer im WBK an der Osterwicker Straße

Die wunderbare Unzerreißbarkeit der Gesellschaft

Unscheinbare Erscheinungen des Alltags und ihre soziologische Deutung

Dr. Thomas Loer

Der Titel zitiert eine Formulierung des bedeutenden Soziologen und Sozialphilosophen Georg Simmel. In dem Zusammenhang heißt es bei ihm:

„Daß die Menschen sich gegenseitig anblicken, und daß sie aufeinander eifersüchtig sind; daß sie sich Briefe schreiben oder miteinander zu Mittag essen; daß sie sich, ganz jenseits aller greifbaren Interessen, sympathisch oder antipathisch berühren; […] daß einer den andern nach dem Wege fragt und daß sie sich füreinander anziehn und schmücken – all die tausend, von Person zu Person spielenden, momentanen oder dauernden, bewußten oder unbewußten, vorüberfliegenden oder folgenreichen Beziehungen, aus denen diese Beispiele ganz zufällig gewählt sind, knüpfen uns unaufhörlich zusammen.“ Diese unscheinbaren Erscheinungen des Alltags verweisen auf mehr als bloße und – wie Simmel zeigt: nützliche – Gewohnheiten, die womöglich psychologisch zu erklären sind. In ihnen kommt vielmehr zum Ausdruck, was uns als Menschen ausmacht. Im Vortrag wird dies aus soziologischer Perspektive anschaulich und verständlich gemacht.“

Dr. Thomas Loer, habilitierter Soziologe, ist Gastdozent an der Privaten Universität Witten/Herdecke, Lehrbeauftragter an der International Psychoanalytic University Berlin und freiberuflich tätig (Praxis für klinische Soziologie – Analyse und Beratung). Seine Forschungsschwerpunkte sind: Reziprozität als Grundbegriff der Kultur- und Sozialwissenschaften, Methodologie und Methode der Objektiven Hermeneutik.

Foto: (c) hinterhaus production Getty Images