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Bürgeruniversität: "Zweistaatenlösung tot? Keine Lösung zwischen Israel und Palästina in Sicht"

Vorlesung mit Jörg Armbruster am Mittwoch (10.04.) um 19.00 Uhr im WBK, Eintritt frei

Als vor nunmehr 50 Jahren die israelische Armee innerhalb von sechs Tagen neben dem ägyptischen Sinai auch den Gazastreifen und das Westjordanland einschließlich des bis dahin geteilten Jerusalems eroberte und besetzte, ahnte kaum jemand, dass dieser handstreichartige Sieg alle Beteiligten vor einen offensichtlich schier unlösbaren Konflikt stellen würde. Völkerrechtlich gilt das Westjordanland als besetzt und darf nicht dem israelischen Staatsgebiet einverleibt werden, auch wenn die massive Siedlungspolitik andere Fakten schafft, Israel den eroberten Ostteil von Jerusalem annektiert und die ganze Stadt zur Hauptstadt erklärt hat. Tatsächlich bestehen die Palästinenser auf einem eigenen Staat, so wie er ihnen in den Oslo-Verträgen der 1990er Jahre versprochen worden war.

In den besetzten Gebieten und dem Gaza-Streifen leben heute rund 4,5 Millionen Palästinenser, zu 70 Prozent Jugendliche unter 15 Jahren, die meisten arbeits- und perspektivlos. Außerdem fast 400.000 israelische Siedler in mehr als 130 Siedlungen, die sich mit der palästinensischen Mehrheit zum Beispiel um das knappe Wasser streiten.

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung dieses Konfliktes auf israelischer wie auch auf palästinensischer Seite nach, beschreibt Lösungsversuche und versucht zu erklären, woran bislang die ursprünglich geplante Zwei-Staaten-Lösung gescheitert ist.

Jörg Armbruster war bis zum 31. Dezember 2012 langjähriger Nahostkorrespondent des ARD-Fernsehens für die arabische Welt. Obwohl Israel und Palästina nicht zu seinem Gebiet gehörten, hat er sich intensiv mit diesem Konflikt auseinandergesetzt. Für vier Jahre hat er auch als Moderator des Weltspiegels gearbeitet. Heute ist er als Autor von Büchern und für Zeitschriften tätig.

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