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"Das Zusammenwachsen ist geglückt!" Feierstunde zu 50 Jahren Zusammenschluss Stadt Coesfeld und Gemeinde Kirchspiel

Zeitzeugen erinnern sich an Richtung weisende Entscheidung

Der Zusammenschluss von Stadt und Kirchspiel, er liegt jetzt 50 Jahre zurück und war für Bürgermeister Heinz Öhmann ein schöner Anlass, Zeitzeugen von damals, Wegbegründer und die aktuellen Ratsmitglieder zu einer Feierstunde ins Stadtschloss einzuladen.

In seiner Begrüßung bezog sich Öhmann auf einen Zeitungsartikel, der wenige Tage vor der kommunalen Neugliederung, am 28.06.1969, in der Allgemeinen Zeitung erschienen war. „Damals hat Norbert Klein den Zusammenschluss von Stadt und Kirchspiel mit einer Ehe verglichen“, sagte er und ergänzte: „Seit 50 Jahren profitieren die Coesfelderinnen und Coesfelder von dieser Verbindung. Das echte Zusammenwachsen, das der langjährige Kreisdirektor Ludwig Silderhuis seinerzeit angemahnt hatte, es ist tatsächlich geglückt“. Die Verantwortlichen im Stadtrat und im Gemeinderat des Kirchspiels hätten damals die Zeichen der Zeit erkannt: „zum Wohle der Menschen und zur erfolgreichen Entwicklung der Stadt“, wie Öhmann ausführte.

In der folgenden Talkrunde, die Uwe Goerlich moderierte, kamen Paul Strahler und Dr. Horst Hillermann als ehemalige Ratsmitglieder zu Wort. Paul Strahler erinnerte sich: „Das Kirchspiel war ja damals ein Dorf. Wir hatten acht Schulen zu erhalten. Das kostete.“ Im Coesfelder Rat hat der Zusammenschluss nicht für große Kontroversen gesorgt, betonte Dr. Hillermann: „Und was hat Coesfeld für eine großartige Entwicklung genommen in den letzten 50 Jahren: Hier lässt es sich mit Freuden leben“, zitierte er den späteren Kreisdirektor Matthias Goß.

Thomas Bücking, seit 1975 Coesfelder Ratsmitglied, lenkte den Blick auf die räumliche Stadtentwicklung, die durch den Zusammenschluss ermöglicht und gefördert wurde: „Die Verknüpfung von Stadt und Umland war wichtig für die Schaffung von Wohnraum, für den Bau des Konrad-Adenauer-Rings und die Flurbereinigungsverfahren“. Er knüpfte auch aktuelle Bezüge zur geplanten Umstrukturierung der Firma Westfleisch: „1969 wurde mit dem Bebauungsplan Heerdmer Esch in Stockum die Voraussetzung dafür geschaffen, dass der städtische Schlachthof von der Borkener Straße weg an den Stadtrand ziehen konnte. Damit wurde die Entwicklung Coesfelds zum Bildungsstandort entscheidend vorangetrieben, denn jetzt war Platz für den Neubau der Kreisberufsschule und später auch das Grüne Zentrum des Landwirtschaftlichen Kreisverbands.“

Abschließend fragte Uwe Goerlich in die Runde nach persönlichen Erinnerungen. Diese wurden dann im gemütlichen Rahmen bei einem kleinen Umtrunk ausgetauscht

Foto: (c) Stadt Coesfeld