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Die Walnuss als Baum des Jahres wächst jetzt an der Loburg

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzt mit Bürgermeister Öhmann einen Baum zum Tag des Baumes am 25. April / Die Ausrufung der „Walnuss als Baum des Jahres 2008“ geht auf eine Coesfelder Anregung zurück / Antwort auf den Klimawandel

Coesfeld. Auf den diesjährigen Tag des Baumes macht die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisgruppe Coesfeld / Münster aufmerksam. Gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Öhmann pflanzte der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft, Dr. Hans-Jochen Meyer-Ravenstein, am Freitag eine Walnuss, den Baum des Jahres 2008, im Baugebiet Wohnen an der Loburg. „Wir hoffen, dass sich künftig noch viele Coesfelder Bürger an diesem Baum erfreuen“, so die beiden mit Bauhofmitarbeiter Ingo Kappel. Erstmalig haben Schutzgemeinschaft und Stadt die Pflanzung vorgezogen. „Bedingt durch den frühen einsetzenden Frühling haben viele Bäume schon getrieben und können deshalb am 25.4. nicht mehr verpflanzt werden“, erläutert Dr. Meyer-Ravenstein.

Die Ausrufung der Walnuss als Baum des Jahres 2008 geht auf die Initiative der Kreisgruppe Coesfeld der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald zurück, die dieses beim Kuratorium zur Wahl des Baume beantragt hatte. Die Walnuss als eher wärmeliebender Baum wird bereits seit einigen Jahren in den Wäldern von Coesfeld herum als Antwort auf den Klimawandel bestandesmäßig als Waldbaum angebaut.

Die Idee, jährlich einen „Tag des Baumes“ zu begehen, entstand im vorletzten Jahrhundert in Nordamerika. Der Journalist Julius Sterling Morton forderte in einer Resolution im Jahre 1872 die Regierung des baumarmen Bundesstaates Nebraska auf, jährlich einen „Tag des Baumes“ auszurufen. Er hatte mit seiner Initiative Erfolg und erstmals am 10. April 1872 pflanzten Bürger und Farmer nahezu 1 Million Bäume. Zunächst folgten Tennessee und Kansas diesem Beispiel und später übernahmen alle Staaten der USA den „Tag des Baumes“.

Am 27. November 1951 beschloss die FAO (Food and Agriculture Organization): „Die Konferenz sieht es als notwendig an, dass sich alle Menschen sowohl des ästhetischen und physiologischen als auch des wirtschaftlichen Wertes des Waldes bewusst werden und empfiehlt daher, jedes Jahr in allen Mitgliedsstaaten einen Weltfesttag de Baumes zu feiern, und zwar zu dem Zeitpunkt, der unter den örtlichen Bedingungen gegeben erscheint.“

Schon zwei Wochen vor dem Beschluss hatte die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sich auf einer Tagung in Bonn zu einem alljährlichen „Tag des Baumes“ entschlossen, der dann am 25. April 1952 zum ersten Mal durchgeführt wurde. Damals pflanzte Bundespräsident Heuss im Bonner Hofgarten einen Ahornbaum. Als Julius Sterling Morton starb meißelte man auf sein Denkmal: „Andere Festtage dienen der Erinnerung, der „Tag des Baumes“ weist in die Zukunft“.

 

Pflanzen den Baum des Jahres an der Loburg am Stadtrandweg um das neue Baugebiet: (v. r.): Dr. Jochen Meyer-Ravenstein von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bürgermeister Heinz Öhmann und Ingo Kappel, Mitarbeiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, Baubetriebshof.
Pflanzen den Baum des Jahres an der Loburg am Stadtrandweg um das neue Baugebiet: (v. r.): Dr. Jochen Meyer-Ravenstein von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bürgermeister Heinz Öhmann und Ingo Kappel, Mitarbeiter des Fachbereiches Bauen und Umwelt, Baubetriebshof.