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Für Aktion Erinnerung spenden

Tafel im Liebfrauenpark erinnert an historischem Ort an das Schicksal jüdischer Mitbürger / Portraits weiterer jüdischer Bürger folgen, um den Ermordeten und Verfolgten Name und Gesicht zu geben / die Aktion wird über Spenden finanziert

Coesfeld. Bewusst hat Stadtarchivar Norbert Damberg den Ort für die Schautafel ausgewählt: „Genau an dieser Stelle ist das Foto mit den 19 jüdischen Bürgerinnen und Bürgern entstanden“. Um 5 Uhr morgens mussten sich die jüdischen Mitbürger am 10. Dezember 1941 dort einfinden. Sie wurden nach Riga deportiert, für fast alle eine Fahrt in den Tod. Jetzt ist an genau dieser Stelle im früheren Schlosspark ein Ausschnitt aus dieser Fotoaufnahme zu sehen. Voller Angst blickt der achtjährige Karl-Heinz Freund in die Kamera.

„Wir wollen Portraits aller 19 aus Coesfeld deportierten Mitbürger zeigen und ihnen damit Namen und Gesicht zurückgeben“, spricht Bürgermeister Öhmann für das Riga-Komitee, dem unter anderem Vertreter von Pax Christi, des Coesfelder Heimatvereines, von Coesfelder Schulen, des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge sowie private Bürger angehören.

120 Euro kostet jede Tafel. Um diese gute Aktion fortführen zu können sind Spenden herzlich erbeten: Konto 45 009 008, Sparkasse Westmünsterland, BLZ 401 545 30, Stichwort „Aktion Erinnerung“. Jedes Portrait soll sechs Wochen zu sehen sein, so dass die Aktion für eineinhalb Jahre auf den historischen Ort im Liebfrauenpark aufmerksam machen wird.

 

Die Vorstellung der Tafel am historischen Ort im Schlosspark (Liebfrauenpark) wird von den Mitgliedern des Coesfelder Riga-Komitees begleitet. Dem Komitee ist es Anliegen und Ziel, gegen Ausgrenzung und Verfolgung einzutreten und den Rigagedanken in die jüngere Generation zu tragen.