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Gehen macht glücklich!

Coesfeld jetzt Modellstadt beim Leitfaden für Fußverkehrs-Strategien

„Wenn ich die Fußgänger fördere, wird die Stadt schöner!“, da sind sich Bertram Weisshaar und Patrick Riskowsky vom Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.)  einig. Sie waren in den letzten Monaten in Coesfeld unterwegs, haben eine Bestandsaufnahme gemacht und erarbeitet, wo die Stadt unterstützt werden kann, um den „Verkehr auf die Füße“ zu bringen – sprich: den Fußgängerverkehr in den Fokus zu stellen und zu fördern. Denn Coesfeld ist eine von fünf Modellstädten, in denen ein Fußverkehrs-Check und Workshops dazu durchgeführt worden sind. Dabei sind durchaus positive Ergebnisse herausgekommen: Die Coesfelder Innenstadt ist fußläufig auch vom Stadtrand aus gut zu erreichen, die Fußgängerzone erschließt die verschiedenen Innenstadt-Bereiche und der neugestaltete Wiemannweg präsentiert sich als komfortable Promenade. Bertram Weisshaar: „Hier merkt man: Gehen macht glücklich!“ Er weist darauf hin, dass Zu-Fuß-Gehen zeitgemäß ist: Klimafreundlich und gesund – für Coesfelder Bürgerinnen und Bürger, Innenstadtbesucher von außerhalb und auch für alle, die als Pendler kommen und in der Stadt arbeiten.

Dennoch gibt es auch in Coesfeld baulichen Verbesserungsbedarf für mehr Barrierefreiheit (Verbreiterung zu schmaler Gehwege oder Beseitigung fehlender Absenkungen). Es könnten mehr Sitzbänke aufgestellt werden für das kurze Ausruhen zwischendurch und auch, um die Aufenthaltsqualität insgesamt zu steigern. Auch strategische oder bewusstseinsfördernde Ansätze sollen in den Blick genommen werden: Fußgängerfreundlichere Ampelschaltungen etwa oder Aktionen, die zu mehr Rücksichtnahme der Radfahrer auf Fußgänger hinwirken. Die Planer und Bauleiter aus den verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung werden dazu eng zusammenarbeiten. Wer Fragen zum Projekt hat, kann sich an Holger Ludorf wenden im Fachbereich Planung, Bauordnung, Verkehr, Tel. (02541) 939-1306.

Foto: (c) Stadt Coesfeld