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Heulende Sirenen warnen stadtweit

Vier neue Sirenenstandorte in Coesfeld: Bei Möllers in Goxel, in Lette, am Haugen Kamp und an der Maria-Frieden-Schule

Bei Gefahr heulen sie laut und eindringlich: Die vier Sirenen, die in den vergangenen Tagen neu auf Coesfelder Dächern montiert worden sind. Denn Sirenen sollen dazu dienen, die Bevölkerung unabhängig von anderen technischen Anlagen zu warnen: Bei außergewöhnlichen Katastrophenfällen wie etwa bei Hochwasser oder auch bei Großbränden, wenn Immissionen zu befürchten sind.

„Die Warnung der Bevölkerung im Brand- und Katastrophenschutz ist ein wichtiger Baustein der Gefahrenabwehr. Dafür zuständig ist die Stadt Coesfeld. Als Ordnungsbehörde ist es ihre Aufgabe, den Schutz der Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen“, sagt Hubertus Brüggemann vom Fachbereich Ordnung und Soziales: „Seit ein paar Jahren setzt das Land im Zivilschutz wieder verstärkt auf Sirenen. Sie sollen die Menschen warnen, wenn es einen Großeinsatz gibt.“

Wichtig ist, dass die Sirenen überall im Stadtgebiet auch gehört werden können. „Deshalb haben wir jetzt auch auf dem Dach der Firma Möllers in Goxel, bei Ernsting im Letter Bruch, auf dem „Punkthaus“ am Haugen Kamp und an der Maria-Frieden-Schule Sirenen installieren lassen“, informiert Brüggemann: „Sie ergänzen die bisherigen Standorte an den Feuerwachen in Lette und am Rottkamp, auf dem Gebäude der Stadtwerke an der Dülmener Straße und am Heriburg-Gymnasium.“ Insgesamt acht Sirenen wurden damit bisher montiert. Und es geht weiter: Auch für das Jahr 2020 hat die Stadt Geld eingeplant, um weitere Sirenen aufstellen zu können, damit das Stadtgebiet großflächig abgedeckt ist. Wo sie installiert werden, das wird noch geklärt. Hubertus Brüggemann: „Es ist nicht immer einfach, einen geeigneten Gebäudestandort zu finden. Die Sirenen sollten idealerwiese auf einer Höhe montiert sein, wo sie die Gebäude in der Umgebung überragen, damit sich der Schall der Sirene optimal ausbreiten und möglichst weiträumig gehört werden kann.“

Die Sirenen in Aktion erleben können die Coesfelder immer am ersten Samstag im Monat bei einem Probealarm: „Am ersten Samstag im Monat heulen alle acht Sirenen pünktlich um 12 Uhr für wenige Sekunden. Es handelt sich dabei nur um eine Funktionsprüfung“, sagt Richard Schulze-Holthausen, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Er ergänzt: „Dabei gibt es verschiedene Warntöne. Beim Probealarm ertönt zunächst der Vollalarm, dann gibt es eine Entwarnung. Wie sich das anhört und was die Tonfolgen bedeuten, darüber kann man sich gut im Internet informieren.“ Die Feuerwehrleute werden übrigens wie bisher zum Einsatz gerufen: Nicht über die Sirenen, sondern über ihr eigenes BOS-Funknetz, den so genannten „stillen Alarm“.

Weitere Info zu den Sirenen gibt es auch online:

https://www.im.nrw/themen/gefahrenabwehr/warnung-und-sirenen/sirenen

 

Foto: (c) Stadt Coesfeld