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Holocaust-Gedenktag: "Auf einmal waren sie nur eine Nummer"

Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule gestalten Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Der Geschichtskurs des Beruflichen Gymnasiums der Liebfrauenschule (AHE 13b) gestaltete in diesem Jahr die Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem Jüdischen Friedhof.  Die Schülerinnen und Schüler erinnerten an die Schicksale jüdischer Coesfelder, denen sie gemeinsam mit ihrer Lehrerin Stefanie Potthoff im Rahmen einer Projektarbeit auf die Spur gekommen waren: An der Erinnerungs-Stele im Schlosspark und im Coesfelder Stadtmuseum „Das Tor“. Unter dem Titel "Auf einmal waren sie nur eine Nummer" inszenierten die jungen Erwachsenen einzelne Begriffe, auf die sie in den Prozessakten und Unterlagen gestoßen waren und die sie besonders zum Nachdenken gebracht hatten.

Schon einleitend hatte Bürgermeister Heinz Öhmann betont, dass Ausgrenzung und Menschenverachtung bereits in den Gedankengängen beginnt und in den Worten.

Er verwies auf das Gutachten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, das herausstellt, wie aktuell immer wieder rechtsnationale Agitatoren der AfD, in ihren Hass-Reden vielen Menschen unter uns die Menschenwürde absprächen.  „Mit Hass-Reden und persönlichen Ausgrenzungen hat der Nationalsozialismus und damit die grausame Verfolgung und millionenfache Vernichtung von Juden auch begonnen,“ warnte der Bürgermeister.

Zum Abschluss trug die Schülerin Sandra Döring ein Lied von Annie Lennox vor, dann legte Bürgermeister Heinz Öhmann einen Kranz auf dem jüdischen Friedhof nieder.

27. Januar: Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Seit 1996 gilt in Deutschland der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

Auch in Coesfeld erinnern die Menschen an die Opfer des Nationalsozialismus. Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gestalten dieses Gedenken, begleitet von Claudia Haßkamp von der Aktionsgruppe „Riga-Komitee“.

Foto (c) Stadt Coesfeld