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Kinder trauern anders

Montessori Grundschule und DaSein-Hospizbewegung führten gemeinsamen Projekttag durch

Kinder trauern anders. Krankheit und Sterben, Verlust und Schmerz sind auch für sie existenzielle Themen. Doch haben sie ganz individuelle, oftmals sehr phantasievolle Vorstellungen davon – und profitieren dabei sehr von der intensiven Begleitung durch Erwachsene. Expertinnen der Coesfelder DaSein-Hospizbewegung kamen nun zu einem Projekttag in die Maria Montessori Grundschule, um in Kleingruppen mit jeweils bis zu sieben Viertklässlern zu arbeiten.

„Dies geschieht abseits der normalen Anforderungen des Schulalltags und mit besonders dafür ausgebildeten Kräften“, berichtet Lehrerin Carmen Geilmann. In der vertrauten Umgebung lernen die Kinder unter Anleitung der Trauerbegleiterinnen, mit Schmerz und Verlustängsten umzugehen. Dies geschieht zum Beispiel über das kreative Tun mit Fingerfarben, wobei die Kinder ihren Emotionen und Vorstellungen Ausdruck verleihen. „Wir konnten malen, wie wir uns gefühlt haben und was wir glauben, wie es nach dem Tod weitergeht“, erzählt der zehnjährige Janne. Andere Kinder lobten das Miteinander in der Kleingruppe: „Es war toll, dass wir über alles sprechen konnten, ohne dass jemand gelacht hat.“ Wenn es nach den Kindern geht, soll der zum vierten Mal angebotene Projekttag wiederholt und für alle Viertklässler zum festen Bestandteil des Schullebens werden. Das hat ihnen Schulleiterin Annette Bohmert auch schon zugesagt.

Foto: Maria Montessori Grundschule