Sprungnavigation

Spinge direkt...

Konzert Theater Coesfeld: Glöckchen hier - Glöckchen da - das etwas andere Weihnachtsprogramm - Irmgard Knef

Musik-Kabarett am Sonntag (09.12.) um 18.00 Uhr an der Osterwicker Straße

Wer

Glöckchen hier - Glöckchen da - das etwas andere
Weihnachtsprogramm – Irmgard Knef

Was

Musik kabarett

Wann

Sonntag, 09. Dezember 2018 - 18:00 Uhr

Wo

konzert theater coesfeld

Veranstalter

Ernsting Stiftung Alter Hof Herding

Kontakt

Nicole Nausch-Hagedorn (Referentin PR und Marketing)

pr-marketing@konzerttheatercoesfeld.de, Tel.: 02546 / 930 542

Info: Tabelle kann bei zu großen Inhalten horizontal scrollbar sein!

Irmgard Knef, setzt dem Alter ein Denkmal
Musik-Kabarett von und mit Ulrich Michael Heissig

Kabarettist Ulrich Michael Heissig kommt am 9. Dezember ins konzert theater coesfeld und bringt Irmgard Knef mit, die 10 Minuten jüngere Schwester der Hildegard Knef. Reingefallen! Er scherzt natürlich, denn Irmgard erschuf Heissig 1996 als eine Kunstfigur. Was anfangs als einmaliges Programm gedacht war, kam beim Publikum so gut an, dass Heissig seiner Figur „Irmgard Knef“ bis heute die Treue hält. Die fiktive 10 Minuten jüngere Zwillingsschwester Irmgard war sozusagen ein Zufallsprodukt des Regisseurs, Autors und Chanson-Kabarettisten Ulrich Michael Heissig – sie ist täuschend echt!

Er war einfach fasziniert von Hildegard Knef und ihrer charakterlichen Polarität: einerseits Diva, andererseits Berlinerin mit Kodder-Schnute. Ihre sehr menschliche direkte Art, brachte Heissig auf die Idee, ihr eine Zwillingsschwester anzudichten, die eben kein Star ist, aber dieselbe Attitüde versprüht. Seine „Hinterhof-Diva“ Irmgard Knef ist als eine Art Hommage an die Menschen zu sehen, die schon mal in der zweiten Reihe des Lebens stehen. Sie erzählt und singt auf der Bühne vom selben Leben, allerdings aus einer völlig anderen Perspektive: die eine Diva spricht von Hollywood und ihren Erfolgen, die andere von Berlin, der Berliner Szene und dem Kiez. Die eine erzählt von Begegnungen im Hotel Ritz und die andere von Begegnungen in ihrem Innenhof. Aber das tut sie immer mit derselben Attitüde wie die „echte“ Knef. Irmgard Knef ist allerdings noch lustiger, bissiger und noch augenzwinkernder. „Das Ganze funktioniert nur, weil Hildegard Knef selbst mit dieser Polarität kokettiert hat“, berichtet Heissig im Interview. “Bekannte Lieder, aus denen diese Koketterie spricht, sind z.B. „Von nun an ging‘s bergab“ oder „Eins und eins macht zwei“, also man kann auch im Knef’schen Liedwerk schon durchaus diese Idee der Zwillingsschwester mit Hinterhofsicht finden“, erzählt Heissig. Er möchte dem Alter ein Denkmal setzen. Mit zunehmendem Alter interessiert sich der 53-jährige immer mehr für die ältere Generation, ihre Widersprüchlichkeit und ihre Gebrechlichkeit. So wird der Kabarettist in seiner Rolle als Irmgard auch oft zum Sprachrohr der Senioren. Er spielt die Oma auf der Bühne, die man cool findet, keine, die einen Dutt trägt und Kuchen backt, sondern die sich auch im Alter noch toll anzieht, mitmischt und singt, die sich mit neuen Medien auskennt und diese zu bedienen weiß und sich vor allem nicht unterkriegen lässt. So wie die wirkliche Knef, die sich nicht hat unterkriegen lassen, trotz ihrer Schicksalsschläge. Das macht dem älteren Publikum Mut. Heissigs Programm ist dennoch zeitgemäß und brandaktuell. Irmgard Knef singt auch neue Lieder, die er selbst komponierte, wie eine Techno-Version eines Songs „Raving time im Altenheim“.

Den Durchbruch erlangte Ulrich Michael Heissig, als der Spiegel über seine Irmgard im Jahre 2000 schrieb: „Das brisanteste Fundstück der deutschen Unterhaltungsgeschichte.“ Da begann der Run auf Heissigs Bühnenprogramm. Hildegard Knef sah Irmgard nie live und in Aktion, ließ „sie“ aber beobachten. Klever wie die Original-Knef war, hatte sie nie Einwände und mittlerweile sitzt ihr Ehemann, der Witwer Paul von Schell, in der ersten Reihe und freut sich, dass Heissig diese Show realisiert und sagt ihm, dass er froh sei, nicht solch eine Schwägerin zu haben. Übrigens, das ganze Interview mit dem Kabarettisten Ulrich Michael Heissig ist in der Theaterzeitung „Die Spielzeitung“ nachzulesen (http://www.konzerttheatercoesfeld.de/service/theaterzeitung-2018-2019.html).

Karten gibt es zu den Preisen von 17,- € | 22,- € | 27,- € an der Kasse des Theaters, unter der kostenfreien Hotline (Tel. 0800/539 6000), an der Theaterkasse im WBK (Osterwicker Str. 29) und im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de.

Zurück zur Übersicht