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Konzert Theater Coesfeld: Klavierrezital mit Joseph Moog am Sonntag (19.01.) um 18 Uhr

"Pianist zu sein, ist meine Berufung" - Joseph Moog kommt ins Konzert Theater an der Osterwicker Straße

Vor 10 Tagen spielte Joseph Moog noch in der ausverkauften „La Scala Paris“ sein Konzert, das er auch dem Coesfelder Publikum am 19. Januar im konzert theater coesfeld präsentieren wird. Der in Ludwigsburg geborene Moog wählt Werke von Schubert, Liszt, Fauré und Ravel. Mittlerweile wohnt er an der Mosel, ist aber in den großen Konzerthäusern dieser Welt zu Gast. Dennoch ist es eher das Leben auf dem Land, das ihn inspiriert und auch zu dieser Stückauswahl führte.

Eröffnen wird Joseph Moog sein Klavierrezital mit Schuberts selten aufgeführtes und daher recht unbekanntes „Adagio und Rondo in E-Dur D 506“. Dieses Werk fällt eher in Schuberts frühe Jahre, in denen der Komponist auf der Suche nach seinem rechten Platz in der Gesellschaft war. Sicherlich ist Schuberts Rang heute als herausragender Vertreter der frühen Romantik unbestritten, doch war das nicht immer so, seine Kompositionen sind zu Lebzeiten meist von den Verlagen abgelehnt worden. Einer seiner Bewunderer war Franz Liszt, mit dessen Klaviersonate in h-Moll Joseph Moog das Konzert fortsetzt. Dieses Klavierstück gilt als eine der bedeutendsten, technisch anspruchsvollsten Klavierwerke der Romantik und als ein Höhepunkt im Œuvre des Komponisten. Die Sonate widmete Liszt Robert Schumann, weil dieser ihm 1836 seine „C-Dur-Fantasie“ widmete.

Mit Gabriel Faurés bekannteren Werkzyklen die Barcarolles „Nr. 1 op.26, a-Moll und Nr. 3 op. 42, Ges-Dur“ führt Joseph Moog weiter durch sein Klavierkonzert. Faurés insgesamt dreizehn komponierten Barcarolles gelten als seine charakteristischsten Werke. Der Komponist greift typisches der venezianischen Gondellieder, der Barkarolen, auf, wie etwa der Dreiertakt, der gleichförmig wiegende Rhythmus, das gemäßigte Tempo, die Einfachheit der Motive und die melancholische, schwermütige Atmosphäre. Fauré war Maurice Ravels Lehrer, daher darf auch Ravel im Moog’schen Konzert nicht fehlen. Insbesondere die virtuose Klaviertechnik der Werke von Ravel fordern Pianist und Instrument in Technik und Klang aufs äußerste heraus. Joseph Moog wird „Gaspard de la nuit“ (Schatzmeister der Nacht) zum Besten geben. Ravel betitelt sein dreiteiliges Klavierwerk nach der literarischen Vorlage des französischen Dichters Aloysius Bertrand. Alle Werke dieses Konzerts zeichnen sich durch komplizierte, durchsichtige und farbige Klaviersätze aus, die vom Interpreten alles abverlangen.

Pianist zu sein, ist für Moog eine Berufung, daher liebt er derartige Herausforderungen, ein solches Konzert in Ruhe vorzubereiten und letztlich an diesen Werken zu wachsen. Als Rezitalist hat er sich einen hervorragenden Ruf erworben und gewann zahlreiche Preise. Kombiniert mit der Fähigkeit, eigene Werke zu komponieren, erhielt Joseph Moog die Auszeichnung als Gramophone Young Artist des Jahres 2015. Daher zählt der Anfang 30 jährige Familienvater zu den besten Pianisten seiner Generation.

Karten für den Klavier-Abend gibt es zum Preis von 25,- € an der Kasse des Theaters, unter der kostenfreien Hotline (Tel. 0800/539 6000), an der Theaterkasse im WBK (Osterwicker Str. 29) und im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de.

 

 

Foto: (c) t.mardo