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Ministerpräsident Jürgen Rüttgers überreicht den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland an Elisabeth und Kurt Ernsting

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute in Düssel­dorf an 14 Bürgerinnen und Bürger, darunter das Ehepaar Elisabeth und Kurt Ernsting aus Coesfeld, den Verdienstorden der Bundesre­publik Deutschland ausgehändigt.

In einer Feierstunde in der Staatskanzlei dankte der Ministerpräsident den Ausgezeichneten: „Unsere Gesellschaft lebt von Vorbildern, die moralische Maßstäbe setzen, in­dem sie sich für das Gemeinwohl einsetzen. Sie leben Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Courage und Solidarität vor. Sie erkennen, wo Hilfe notwendig ist und scheuen sich nicht, mit anzupacken und sich freiwillig zu engagieren. Bei alldem haben Sie nicht auf das Rampenlicht der Me­dien geschaut. Sie haben Maßstäbe vorgelebt, ohne gleich dafür öffent­liche Anerkennung zu erwarten. Das macht Sie zur Elite unseres Lan­des.“ Vor allem, so der Ministerpräsident weiter, bräuchten Kinder und Jugendliche solche Vorbilder. Sie stellten sich heute mehr denn je die Frage: „Wem kann ich noch nacheifern?“

 

Im Beisein von Bürgermeister Heinz Öhmann überreichte Ministerpräsident Rüttgers dem Elisabeth und Kurt Ernsting das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und hielt folgende Laudatio:

 

„Botschafter der menschlichen Schönheit sind Kunst und Kultur.“ Nach diesem Leitsatz hat das Ehepaar Ernsting die „Ernsting Stiftung Alter Hof“ gegründet, deren Zweck die Förderung von Kunst und Kultur ein­schließlich der damit verbundenen Aspekte von Wissenschaft und For­schung ist. 1977 riefen die Eheleute Ernsting eine Konzertreihe für klas­sische Musik ins Leben, deren Aufführung seitdem in Coesfeld-Lette stattfindet. 1988 ermöglichte die Stiftung die Gründung des Kunstver­eins Münsterland e.V., um besonders der jungen Kunst ein geeignetes Forum zu bieten. Im April 2007 wurde das „Konzert Theater Coesfeld“ eröffnet. Der Bau wurde ohne öffentliche Bezuschussung durch öffentli­che Mittel realisiert und bietet etwa 640 Besuchern Platz.

 

Einen wichti­gen Akzent setzte das Ehepaar Ernsting sowohl städtebaulich als auch bildungspolitisch mit dem Umbau des ehemaligen Wehrbereichkom­mandos/Kreiswehrersatzamtes zum Zentrum „Wissen – Bildung – Kul­tur“ in Coesfeld. Eine weitere Stiftung ist die „Kurt und Lilly Ernsting Stiftung“, die verschiedene gemeinnützige Organisationen unterstützt. Auch die Firmengruppe Ernsting spendet jährlich für gemeinnützige Or­ganisationen. Der FernUniversität Hagen ermöglicht das Ehepaar Ernsting seit 2006 eine Stiftungsprofessur zur soziologischen Gegen­wartsdiagnose.

Kurt und Elisabeth Ernsting mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.
Kurt und Elisabeth Ernsting mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers.