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Soziale Gerechtigkeit: Eine Illusion?

In der Reihe Coesfelder Vorlesungen zur Soziologie der Ernsting’s family-Stiftungsprofessur der FernUniversität referiert der Leiter des Lehrgebiets, Prof. Dr. Holger Lengfeld, am Mittwoch, 21. Mai 2008, 19 Uhr, über „Soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft: Eine Illusion?“ im Zentrum Wissen Bildung Kultur, WBK, Osterwicker Straße 29 in Coesfeld / Der Eintritt ist frei

 

Von Einkommensteuer bis Kindergartenplätze, von Entwicklungshilfe bis Hartz IV: Es gehört zum guten Ton der politischen Parteien jeder Couleur, soziale Gerechtigkeit einzufordern, um die eigenen politischen Ziele möglichst überzeugend zu rechtfertigen. Zeitweise wird der Begriff der Gerechtigkeit derart oft bemüht, dass er nach Meinung Vieler zur bloßen Worthülse verkommt. Ist Soziale Gerechtigkeit damit nur schmückendes Beiwerk, das der Politik keinen verlässlichen Maßstab bereitstellen kann, weil ein jeder ohnehin darunter etwas anderes versteht?

In seinem Vortrag gibt Prof. Lengfeld einen Einblick in die Wissenschaft von der sozialen Gerechtigkeit. Er gibt einen Überblick über ihren beiden Hauptzweige: die Philosophie, die uns sagt, wie wir gerechterweise handeln sollen, und die Umfrageforschung, die zeigt, was die Leute über Gerechtigkeit denken. Anschließend wird anhand einer Untersuchung zum „Allgemeinen Grundeinkommen“ gezeigt, dass Gerechtigkeitserwägungen unter bestimmten Bedingungen tatsächlich zur Verbesserung politischer Entscheidungen beitragen könnten.

Die Vorlesung im Studienzentrum Coesfeld der FernUniversität, WBK – Wissen-Kultur-Bildung, Osterwicker Strasse 29, 48653 Coesfeld, richtet sich an eine breite regionale Öffentlichkeit, die an aktuellen soziologischen Forschungsergebnissen interessiert ist.

In der Reihe Coesfelder Vorlesungen zur Soziologie referieren namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem ganzen Bundesgebiet in allgemeinverständlicher Form zur gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa.

Die Veranstaltungen dauern jeweils von 19 bis 21 Uhr, Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei.

Holger Lengfeld