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Verwaltung informierte im Ausschuss zum Thema Bahnhof

Konzept wird vom Gestaltungsbeirat eng begleitet

Bürgermeister Heinz Öhmann betont im Zusammenhang mit der Diskussion um das Bahnhofsprojekt die Rolle, die der Stadt Coesfeld dabei zukommt: „Der Stadtrat hat 2014 einstimmig beschlossen, einen Investorenwettbewerb durchzuführen. Damit sollte ein Investor gefunden werden, der geeignet und in der Lage ist, für das Bahnhofsgebäude und die angrenzenden Flächen, die der Deutschen Bahn gehören, eine adäquate und qualitativ hochwertige Bebauung und Nutzung zu entwickeln und zu realisieren. Wir haben jetzt ein tragfähiges Konzept von einem zuverlässigen Investor und wir sind auch an die Vorgaben des Vergabeverfahrens gebunden. Ich versichere allen Skeptikern: Wir werden die weitere Planung des Investors eng vom Gestaltungsbeirat begleiten lassen, damit am Ende eine gute städtebauliche Lösung herauskommt.“

Erster Beigeordneter Thomas Backes stellte den aktuellen Planungsstand zum Bahnhof jetzt in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Planen und Bauen vor. Auch er betonte dabei: „In dem Investorenauswahlverfahren standen von Anfang an die drei möglichen Varianten „Neubau“, „Sanierung des Bestands“ oder ein „Mischkonzept mit Erhalt des Mittelteils“ im Raum.“

Backes nahm nochmal Bezug auf die Entwicklung des Projektes: „Nachdem der von uns 2015 ausgewählte Investor Abstand vom Kauf des Bahnhofs genommen hatte, haben wir uns bemüht, den damals Zweitplatzierten doch noch für das Projekt zu gewinnen.“ Auch dieser Planer hatte damals die Absicht, den Mittelteil des alten Bahnhofsgebäudes in einen Neubau zu integrieren. Backes: „Mittlerweile sind aber drei Jahre vergangen. Die Rahmenbedingungen haben sich geändert: Die Deutsche Bahn, die bisher noch Büroräume im Bahnhof nutzt und 2015 auch als neuer Mieter für das Projekt fest eingeplant war, hat sich mittlerweile anderweitig orientiert und errichtet nun einen Neubau auf einer benachbarten Fläche.“

Das ursprüngliche bauliche Konzept habe sich dadurch komplett verändert, die DB als „Ankermieter“ falle leider weg. Die DB wird aber auch weiterhin mit einem Reisezentrum vertreten sein. Auch habe sich die bauliche Substanz des Gebäudes in den letzten Jahren weiter deutlich verschlechtert. „Der Investor musste umdisponieren, gleichzeitig aber die Anforderungen aus dem Investorenwettbewerb berücksichtigen.“ Und das erfordert an dieser exponierten Lage am Bahnhof ein Nutzungs- und Bebauungskonzept mit hoher städtebaulich-architektonischer Qualität. Kurze Wege für Bahnreisende, eine adäquate Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes und eine Bebauung, die, so Backes: „mindestens die architektonischen Qualitäten und die Signifikanz des ursprünglichen Bahnhofsgebäudes aufweisen muss und einen unverwechselbaren Ort markiert.“

Er schloss seinen Bericht mit den Worten: „Die Verwaltung empfiehlt dem Rat, die Chance, die sich jetzt mit einem Neubau und einem kooperativen Investor ergibt zu nutzen und endlich für eine positive Entwicklung des Bereiches grünes Licht zu geben."

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