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"Vielfältig und bedarfsgerecht"

Stadt informiert über Anmeldezahlen zu den Kindertageseinrichtungen / Stärkere Nachfrage im Bereich der unter 3jährigen

 

Coesfeld. "Die Coesfelder Kindertageseinrichtungen können alle interessierten Eltern versorgen und die Kinder wunschgemäß betreuen", informiert Dr. Thomas Robers, Beigeordneter und Dezernent für Jugend und Familie im Rathaus. Anhand der Anmeldezahlen zu den 17 Coesfelder Kindertageseinrichtungen stellt der Jurist dar, dass die mit den Trägern der Einrichtungen vor- besprochenen Kontingente so gut wie eingetroffen sind: Lediglich 28 Kinder mehr als angenommen wurden angemeldet, insgesamt 1128 Kinder. Der Anteil der unter 3jährigen ist gestiegen: 13,2% aller Coesfelder Kinder unter drei Jahren werden betreut, wenn man den Stichtag 1.11.2008 zugrunde legt.

Die Daten werden nun im Fachausschuss Jugend, Familie, Senioren und Soziales am 12. März abschließend erörtert werden. "Wir müssen uns alle intensiv mit dem Systemwechsel von Kindergartenplätzen zu Kindern und den neuen Gruppenformen beschäftigen", kündigt Dr. Robers an. Er unterstreicht, dass durch das neue Kinderbildungsgesetz - kurz KiBiz genannt - insgesamt mehr Geld im System sein wird und somit auch bessere Betreuungsschlüssel möglich sind. "Für die Stadt und das Land bedeutet das KiBiz erhebliche Mehrausgaben, rund 150.000 Euro Mehrbelastung haben wir derzeit für fünf Monate kalkuliert, die weitere Entwicklung müssen wir abwarten".

Drei Gruppenformen werden ab dem 01.08.2008 erstmals angeboten. Die Eltern mussten sich entscheiden zwischen der 25-Stunden-, 35-Stunden- und 45-Stunden-Betreuung. "Die konkrete Ausgestaltung, also wie flexibel und wann die Stunden geleistet werden, hängt von der Organisation der Einrichtung ab", sagt Dr. Robers. Vor diesem Hintergrund hat sich das Gros der Eltern, 66%, für die 35-Stunden-Betreuung entschieden, 8% für 25-Stunden und 26% für 45-Stunden-Betreuung. Er unterstreicht, dass die von den Eltern gewünschten Betreuungszeiten ausschlaggebend sein sollen. "Bei der geringen Differenz der Elternbeiträge zur 25-Stunden-Betreuung und dem nachvollziehbaren Bestreben der Eltern, einen möglichst breiten zeitlichen Korridor für die Betreuung der Kinder zu erhalten, liegt oft die Buchung von 35-Stunden nahe. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die gebuchten Stunden auch ausgeschöpft werden. Unser Ziel sind bedarfsgerechte Betreuungszeiten."

Nach der Beschlussfassung im Ausschuss werden die Anmeldedaten dem Landesjugendamt zur Genehmigung vorgelegt. Dr. Robers erwartet, dass sich nach und nach die Gesetzesänderungen einspielen werden. "Wir werden uns auf noch größeren Betreuungsbedarf für unter 3jährige einstellen müssen. Der Rechtsanspruch für Zweijährige ist für 2010 in Aussicht gestellt", teilt Dr. Robers abschließend mit.