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„Wir sehen den Ganztagsbedarf und das Entwicklungspotential für den Schulstandort Coesfeld“

Ganztagsoffensive des Landes NRW wird von Schulleitungen und Stadt erörtert / Politische Diskussion im September / Dr. Thomas Robers wird deutlich: „Der Bedarf ist da. Das Entwicklungspotential für den Schulstandort Coesfeld ist sehr positiv. Wir gehen davon aus, dass wir von den Angeboten Gebrauch machen werden“.

Gemeint ist die Ganztagsoffensive des Landes NRW.

Ab dem Schuljahr 2009/2010 fördert das Land pro Kreis und Jahr je eine Realschule und ein Gymnasium, damit diese den Ausbau zur gebundenen Ganztagsschule bewältigen kann. „Ziel ist es, den Eltern eine Auswahl zu ermöglichen. Genau deshalb ist Coesfeld ein exzellenter Standort, wir können pro Schulform mit zwei Schulen aufwarten“. Der Beigeordnete und Schuldezernent wird nun das Gespräch mit den Schulleitungen der weiterführenden Schulen suchen. „Es geht um pädagogische Konzepte, die bestehenden Interessen und Vorstellungen in Verbindung mit den räumlichen Kapazitäten“. Dr. Robers betont, dass es sich um den sukzessiven Ausbau einer verpflichtenden Ganztagsschule im Realschul- oder Gymnasialbereich handelt. „Zu prüfen ist, wie dies räumlich zu bewältigen ist“, macht Robers auch vor dem Hintergrund der ab 2012/13 zurückgehenden Schülerzahlen in der Sekundarstufe I und II deutlich. Das Abitur mit 12 Jahren werde sich 2013 auswirken und Kapazitäten frei machen.

Ferner sieht das Programm der Landesregierung bereits ab Februar 2009 eine pädagogische Übermittagbetreuung für Schüler der Sekundarstufe I vor, die keine Ganztagsschulen besuchen. „Das ist für die Schulen interessant, die bisher das Programm „Dreizehn Plus“ nutzen oder die Nachmittagsbetreuung ausweiten möchten. Es besteht die Wahlmöglichkeit zwischen einem Geldbetrag um 25.000 Euro oder einer halben pädagogischen Stelle“, beschreibt er die Möglichkeiten.

Außerdem investiert das Land in den kommenden beiden Jahren insgesamt 100 Millionen Euro in den Ausbau von Mensen und Aufenthaltsräumen an insgesamt 1.000 Schulen im Land. „Das entspricht 100.000 Euro je Schule, wobei der Schulträger in gleicher Höhe Eigenmittel beisteuern muss“, so Dr. Thomas Robers und erläutert, dass für das Schulzentrum mit seinen drei Schulen auch eine Kopplung denkbar wäre, so dass man bei Zuschlag 600.000 Euro zur Verfügung hätte. „Dieser Baustein gilt ausdrücklich auch für Halbtagsschulen“.

„Die politische Diskussion werden wir voraussichtlich ab August/September führen“, weist Dr. Robers auf die Fristen des Landes hin. Zum 31.10. bzw. 30.11.2008 müssen bereits die Anträge in Düsseldorf sein. Entscheiden würde letztlich das eingereichte Konzept und das Erfüllen der Kriterien. „Das Interesse der Kommunen wird groß sein, die Bedingungen in Coesfeld sind allerdings sehr gut“, unterstreicht Dr. Robers und verdeutlicht den steigenden Bedarf nach Ganztagsangeboten auch anhand der steigenden Nachfrage bei den offenen Ganztagsgrundschulen.

 

Dr. Thomas Robers