Sprungnavigation

Spinge direkt...

Datenschutzhinweise zur Suche

Schüler:innen aus Coesfeld und de Bilt beschäftigen sich mit dem Thema Freiheit

Was verstehen Jugendliche heute unter Freiheit? Dreizehn niederländische Schüler:innen vom Het Nieuwe Lyceum aus De Bilt-Bilthoven und sechzehn deutsche Schüler:innen vom Heriburg-Gymnasium kamen in Coesfeld zusammen und beschäftigen sich in zwei Workshoprunden sowohl mit der niederländischen als auch der deutschen Geschichte und der Wichtigkeit von Erinnerungskultur für die Freiheit in den Nachbarländern und weltweit. Das Schüler-Projekt ist der erste Teil eines Projektes unter dem Titel „Befreiung – Freiheit, das deutsch-niederländische Verhältnis“. Unterstützung findet das Projekt durch das Förderprogramm des Europaministeriums in Düsseldorf unter dem Namen „Europa bei uns zuhause“. Aber auch die Stadt unterstützt diese besondere thematische Auseinandersetzung. Der zweite Teil des Projektes soll am 7. Mai im Schlosspark als Freiheitstag gefeiert werden.
Am ersten Tag stimmte ein Vortrag des Historikers Dr. Peterse vom Haus der Niederlande in Münster die Schüler:innen auf sehr spannende Weise auf das Thema ein und eine zwischenzeitliche Spielrunde erleichterte die schwerere Kost, die unter dem Eindruck des russischen Krieges in der Ukraine die Schüler:innen zwischen 14 und 16 Jahren sehr beschäftigt. Nach einem Stadtrundgang und einem gemeinsamen Abendessen im Heriburg verbrachten die Niederländer die Nacht in deutschen Gastfamilien. Das bot Gelegenheit sich besser kennenzulernen und bereitete viel Spaß.
Am Freitag stand dann der gemeinsame Besuch des Hauses der Niederlande und des Friedenssaales in Münster auf dem Plan. Beide historischen Orte haben für die Niederlande eine besondere Bedeutung. Im Haus der Niederlande haben 1648 am Ende der Friedensverhandlungen zwischen den Niederlanden und Spanien den 80 Jahren dauernden Krieg zwischen beiden Ländern beendet. Letztlich wurde dann ebenfalls 1648 im Münsteraner Rathaus nicht nur der Westf. Frieden am Ende des 30jährigen Krieges geschlossen, sondern erstmals die staatliche Eigenständigkeit der Niederlande international anerkannt. Münster ist also der Geburt-Ort der Niederlande, wie einige Teilnehmer erstaunt feststellten. Im Anschluss an diese beiden Besichtigungen durften die Schüler:innen in der Studenten-Mensa am Aasee ein bisschen Uni-Luft wittern. Der Wunsch nach einem Gegenbesucht wuchs in den nur 36 Stunden der gemeinsamen Zeit sehr.
Die beiden Partnerschaftsbeauftragten Tine Rigter aus De Bilt und Heinz Öhmann aus Coesfeld konnten als Ideengeber, Mitorganisatoren und Begleiter am Ende des zweitägigen Projektes mit Anerkennung feststellen, dass die Schüler mit großem Engagement das Freiheitsthema bearbeitet haben und damit einen beachtlichen Beitrag für die Verständigung zwischen den Menschen der beiden Partnerstädte geleistet haben. Heinz Öhmann bedankte sich außerdem für die besonders große Mitarbeit der Fachlehrer und der Schulleitungen. Alle gemeinsam äußerten die Hoffnung auf weitere Besuche zwischen den Schulen in nicht allzu ferner Zukunft.