Was gibt's Neues?
Mit Hilfe der Bücking‘schen Jugendstiftung schwungvoll über jedes Hindernis
Stiftung unterstützt Parkour-Workshops am Jugendhaus Stellwerk
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Noch bis zu den Sommerferien treffen sich insgesamt 32 Kinder und Jugendliche zwischen acht und dreizehn Jahren jede Woche am Jugendhaus Stellwerk zum „Parkour-Angebot“. Sie trainieren hier unter fachkundiger Anleitung ihr sportliches Geschick und lernen, wie man elegant verschiedene Hindernisse überwindet. Mit großer Begeisterung und jeder Menge Spaß entdecken und vertiefen Kinder und Jugendliche nebenbei auch ihre ganz persönlichen Fähigkeiten in zwei Gruppen am Jugendhaus und in der Turnhalle der Kreuzschule.
Dank der großzügigen Unterstützung durch die Bücking‘sche Stiftung konnten die beiden Parkour-Workshops zwischen den Oster- und Sommerferien realisiert werden. Sabine Wessels von der Kinder- und Jugendförderung zeigte sich begeistert von dem Erfolg der beiden Angebote und bedankte sich bei Thomas Bücking für sein soziales und finanzielles Engagement: „Unsere Parkour-Ferienangebote sind immer ruckzuck ausgebucht und so sind wir echt dankbar, dass wir den Kids hier mal ein längeres Training anbieten konnten mit festen wöchentlichen Terminen. Und man sieht ja: Die Kinder sind trotz der Hitze begeistert dabei.“
Für Thomas Bücking von der Bücking’schen Jugendstiftung war die Idee eine gute Gelegenheit, die Kinder- und Jugendarbeit hier vor Ort aktiv zu fördern. „Und wieder zeigt sich: Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt kriegt augenblicklich Junge“, zitiert er lachend Wilhelm Busch nach der Frage an Sabine Wessels, welche Projekt-Ideen sie gern als nächstes umsetzen möchte.
Die Freude über das Programm, das mit viel Fingerspitzengefühl und Empathie von Tim Braun und seinen Co-Trainern durchgeführt wird, ist auf den Gesichtern der Kinder und Jugendlichen abzulesen. „Die Art und Weise wie persönliche und soziale Komponenten mit sportlichen Zielen verknüpft werden, ist außergewöhnlich“, beschreibt Michael Walter vom Jugendhaus Stellwerk die Trainingstage. „Ohne Leistungsdruck und Wettkampfcharakter werden die Teilnehmer:innen gefördert und tanken Selbstvertrauen und innere Stärke.“
Zum Thema Parkour:
Die Trendsportart Parkour ist eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, durch verschiedene Techniken und Fähigkeiten den eigenen Körper möglichst effizient von Punkt A nach Punkt B zu bewegen. Der Parkourläufer (Traceur genannt) stellt sich dabei bewusst Hindernissen wie einer Mauer, einem Geländer oder sogar einer Wand und überwindet sie möglichst elegant.
Pädagogischer Mehrwert:
Beim Parkour werden auf coole Art Ausdauer, Gleichgewicht, Koordination und Muskulatur trainiert, sowie Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gestärkt.
Darüber hinaus bietet Parkour als Trendsportart viele entwicklungspsychologische Vorteile bei Kindern und Jugendlichen. Im Parkour werden Hindernisse ganz bewusst wahrgenommen und durch effiziente Techniken überwunden. Kinder lernen durch Parkour also schon früh, dass man sich Hindernissen und Herrausforderungen stellen muss, um sie zu überwinden. Parkour fördert also die mentale Einstellung der Kinder zur Bewältigung von Hindernissen, diese Einstellung kann auf das tägliche Leben übertragen werden und fördert eine starke Resilienz des Kindes. Darüber hinaus fördert Parkour auch das Risikobewusstsein und die Risikokompetenz der Kinder. Indem sie lernen, ihre körperlichen Grenzen auszutesten und Risiken einzuschätzen, können sie ihre eigenen Fähigkeiten besser einschätzen und Risikosituationen besser bewältigen.
Inhalte des konkreten Workshops:
Während des 10-tägigen Workshops lernten die Kinder erste Schritte, Techniken und Grundsätze der Trendsportart kennen. Nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen“ wurden nicht nur die Inhalte herausfordernder, sondern auch vielfältiger und koordinativ anspruchsvoller. Neben Abfang- und Sicherheitstechniken waren von der klassischen Mauernüberwindung bis hin zu einem Vorwärtssalto alle Elemente vertreten. Jeder Teilnehmer konnte in seinem individuellen Lerntempo gefördert und gefordert werden. Ein besonderes Highlight des Workshops war die Nutzung einer 10 Meter langen Airtrackmatte, mithilfe derer viele neue Sprünge möglich wurden. Ein weiterer wichtiger Teil des Workshops waren auch die Trainingseinheiten auf der Parkouranlage direkt am Jugendhaus Stellwerk. Hier konnte das in der Turnhalle Gelernte direkt in die Outdoor-Praxis übertragen werden. Ein Wunsch vieler Kinder war es, das bekannte Format Ninja Warrior in den Workshop zu integrieren – diesem Wunsch wurde gerne nachgekommen.