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Schenkung jüdischen Schriftguts an das Stadtarchiv Coesfeld

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Restaurierungsarbeiten abgeschlossen

Klaus Schneider und Dieter Westendorf übergaben vor gut einem Jahr einen Klumpen Papier an das Stadtarchiv. Sie wussten zu berichten, dass er aus einem ehemals jüdischen Haus in Coesfeld stammte und dort unter dem Dach in Bauschutt eingepresst war. Erkennbare hebräische Schriftzeichen belegten die Annahme, dass die Unterlagen jüdischer Herkunft sein konnten. Die Restauratorin Eva Hergesell nahm sich im Auftrag des Stadtarchivs der Unterlagen an, reinigte und restaurierte sie in einem langwierigen Prozess.

In der Tat stammten die Zettel und Hefte aus dem Haushalt des Coesfelder Kaufmanns Salomon Hertz. Dies konnten die beiden Initiatoren der Schenkung jetzt nach Ende der Restaurierungsarbeiten bewundernd im Stadtarchiv feststellen. Sie sahen unter anderem eine Schreibhilfe hebräisch-deutsch für Schüler des 5. und 6. Jahrgangs der jüdischen Schule, Rechnungen an die Firma Hertz aus dem 19. Jh. und Notizbücher.

„Alles zusammen kann erstmals einen kleinen Lichtstrahl in die wirtschaftlichen und privaten Aktivitäten einer jüdischen Familie in Coesfeld werfen“, sagt Stadtarchivar Norbert Damberg. Dies bleibt aber späteren Forschungen vorbehalten. Die Unterlagen sind als „Schenkung Schneider“ in den Besitz des Stadtarchivs Coesfeld über gegangen.

 

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Klaus Schneider (l.) und Dieter Westendorf (r.) schauen sich das restaurierte Schulheft an. Foto: Stadtarchiv Coesfeld