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Über die Berkel rutschen

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Kinderwerkstatt „Spielen im Schlosspark“ endet mit tollen Spielideen

Coesfeld. Was lässt sich aus Wrackteilen eines Berkelzomp im Schlosspark gestalten? Fragende Gesichter bei gut 50 Kindern in der Turnhalle der Lamberti-Schule: „Was ist ein Zomp!“ Bei der Kinderwerkstatt, zu der Grundschüler eingeladen wurden, dreht Landschaftsarchitekt Martin Seebauer vom Planungsbüro Seebauer, Wefers und Partner (SWuP) eine Stellwand um. Die Antwort liegt parat: ein Segelboot. Na ja, nicht ganz. Die Berkelzompen waren was Besonderes. Speziell gebaute Boote mit einer Länge von neun bis zwölf Metern. Für den Lastentransport auf der Berkel schifften sie vom niederländischen Zutphen bis nach Vreden und bisweilen sogar bis zur Coesfelder Ölmühle (Ahlers Mühle). Das ist aber längst Geschichte. Nun könnte ein Exemplar in den Schlosspark – so ein Gedanke von SWuP. Aber nicht als Ganzes. Eher in Einzelteilen. Und was machen Kinderköpfe und Kinderhände aus diesen Fragmenten? Da sprudeln die Ideen: Der Segelmast wird zum Kletterbaum. Eine lange Rutsche führt über die Berkel. Eichenfässer werden zu Klettertürmen und Höhlen gestapelt. Wippen und viele andere Spielgeräte entstehen aus Schiffsteilen und Ladungen. Sehr zufrieden mit den Ergebnissen zeigt sich Seebauer: „Tolle Ideen und jede Menge Spaß.“ Kopfnicken von Ludger Schmitz, vom Fachbereich Planung, Bauordnung, Verkehr der Stadt. Nicht alle, aber einige Einfälle werden bei der weiteren Planung zur Umgestaltung des Schlossparks berücksichtigt.

Zur Kinderwerkstatt „Spielen im Schlosspark“ kommen Kinder aus der Martin-Luther-, Maria-Frieden- und Lamberti-Grundschule. Gezielt haben sich die Organisatoren an Grundschulen mit offenem Ganztag gewendet Sozialpädagoge Michael Walter: „Wir wollten eine gute Beteiligung sicherstellen. Das wäre über eine offene Einladung ungewiss gewesen.“ Er lobt die gute Zusammenarbeit mit den Beteiligten. Alle haben an einem Strang gezogen, um den Erfolg der Veranstaltung zu ebnen. Schulen, Betreuungspersonal des Ganztages, Eltern, das Planungsbüro und das Jugendamt als Koordinationsstelle. Und natürlich die beteiligten Kinder.

Martin Seebauer bedankt sich bei der jungen Generation für den bereichernden Vormittag. Als Abschiedsgeschenk darf jedes Kind ein Exemplar des Jugendbuches „Berkelboot vermisst“ mit nach Hause nehmen. Und noch ein Geschenk gibt es später, wenn das eine oder andere Kind seine Idee im Spielbereich wiederfindet. Mit der Umgestaltung des Schlossparks könnte es im nächsten Jahr los gehen, als Teil des Regionale - Projekts BerkelStadt.

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