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Citadellenweg wird am Samstag (06.09.) eröffnet
Einen Bildungs- und Erlebnisraum für Coesfeld geschaffen
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Der Citadellenweg Coesfeld e.V. teilt mit:
Am Samstag (6. September) wird der Citadellenweg in Coesfeld offiziell eröffnet. Mit dieser Idee ging Georg Veit vor fünf Jahren an die Öffentlichkeit. Er wollte die längst nicht mehr erkennbare Citadelle wieder ins Bewusstsein der Menschen rücken. Sein Kerngedanke war, dass es nicht einfach nur ein Rundweg entlang der Umrisse der ehemaligen Burg von Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen werden sollte, sondern auch ein Erlebnisraum für bürgerschaftliche Aktivstationen. Die Geschichte des Bauwerks und des Bauherrn sind ein großer Bestandteil des Projekts, denn die Ludgerusburg prägte die Stadt über die Jahre 1655 bis 1688 maßgeblich. Ihre historische und landschaftliche Folgewirkungen sind bis heute erheblich.
Die Coesfelder Bevölkerung wurde aktiv in das Projekt eingebunden. In mehreren Workshops engagierten sich Menschen und Vereine. Sie schufen eine solide Grundlage für den Fortschritt des Citadellenweges. Eine Historikergruppe recherchierte in Archiven und brachte viele neue Erkenntnisse über die Citadelle ans Tageslicht. Dabei sind auch viele Überraschungen sichtbar geworden. Diese thematisch gegliederten Informationen greifen nun 14 Stationen auf und bauen Brücken zur Gegenwart. Frisch und peppig führen an einigen Stellen Videos in den historischen Kontext ein. Mitgewirkt hat dabei die Freilichtbühne.
Eine Besonderheit des Projekts Citadellenweg sind die Aktivstationen. Dort bringen sich die Bürgerinnen und Bürger mit eigenen Ideen ein. So entstand zum Beispiel auf einer historischen Fläche der Citadelle eine Streuobstwiese mit Totholzhecke. Sorgfältig suchten die Beteiligten passende Obstsorten aus. Denn es sollten welche sein, die im Mittelalter in Coesfeld und Umgebung wuchsen. Acht Bäume sind nun die Ausgangsbasis für eine Wiese, auf der langfristig unter anderem vielfältige Kräuter gedeihen sollen, die es auch früher in Coesfeld gab. Diese Aktivstationen bergen noch viel Potenzial oder wie es die Projektgruppe beschreibt: „Wir haben auf der historischen Citadelle einen Ermöglichungsraum aufgebaut, etwas Lebendiges, das in unsere Gegenwart gehört und Kunst, Natur, Bewegung und die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen verbindet.“ Diese Form der Bürgerbeteiligung überzeugte als Hauptfördermittelgeber die Leader-Region. Daneben wurde das Projekt durch die Bürgerstiftung Coesfeld, von Sparkassenstiftung und Sparkasse Westmünsterland, dem NRW-Heimatministerium und der Ernsting-Stiftung gefördert.
Auf der nun eröffneten Basisanlage mit einer Gesamtlänge von gut vier Kilometern können sich die Menschen völlig unabhängig bewegen und in die Geschichte der Stadt zur Zeit der Renaissance eintauchen. Dabei unterstützt eine speziell dafür eingerichtete Internetseite, die über einen QR-Code an den Stationen zu dem entsprechenden Thema lenkt.
Am Samstag (6. September) eröffnet der Citadellenweg. Der Citadellenweg Coesfeld e. V. lädt dazu die Bürgerschaft ein und bietet von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr ein Nachmittagsprogramm im Stadtpark:
• Teaserführungen um 15, 16 und 17 Uhr: Führung von etwa 30 Minuten zu ausgewählten Stationen;
• 15:30 Uhr: Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen zieht mit Trommel und seiner Leibgarde, der Antoniner Schützenbruderschaft von der Gewölberuine zwischen Kino und Realschule zum Stadtpark für eine Rede, Empfang mit Salutschüssen aus einer originalen Muskete.
Weitere Attraktionen im Stadtpark:
• Zeltmuseum mit Informationen und Anschauungsmaterial zum früheren Leben um die Citadelle;
• Informationen rund um den Citadellenweg;
• Gucken und Knipsen: Erinnerungsfotos im historischen Gewand und Drohnenfotografie gegen Spende;
• alkoholfreie Getränke gegen Spende.