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Für und Wider von Fahrradstraßen in der Hengte erörtert

Gut besuchte Bürgerinfoveranstaltung brachte neue Anregungen, Zuspruch und Skepsis

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voll besetzte Stuhlreihen in der Mensa
Gut besucht war die erste Bürgerinfo zu den geplanten Fahrradstraßen, diesmal ging es um das Hengtegebiet Foto: © Stadt Coesfeld

Mehr als 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren gestern Abend in die Mensa am Schulzentrum gekommen, um sich nochmal ausführlich über die Vorschläge der Stadtverwaltung zu den im Hengtegebiet geplanten Fahrradstraßen zu informieren.

Die Verwaltung erläuterte nochmal Anlass und Ziele der einzelnen Maßnahmen und stellte die Ergebnisse verschiedener Verkehrszählungen vor. Sie machen deutlich: Einzelne Straßenzüge im Hengtegebiet sind stark vom Fahrzeugverkehr betroffen, dadurch kommt es besonders im Bereich der Schulwege vermehrt zu gefährlichen Situationen. 

Eine Lösung, die im Rahmen des Masterplans Mobilität entwickelt wurde, könnte die Ausweisung von Fahrradstraßen sein. Denn hier steht das gleichberechtigtere Miteinander der Verkehrsteilnehmenden stärker im Fokus: Wo der Radverkehr gestärkt und die Höchstgeschwindigkeit für den Autoverkehr auf 30 km/h begrenzt wird, werden Straßen für alle sicherer.

Die konkreten Gestaltungsvorschläge wurden an Stellwänden präsentiert und rege diskutiert. Neben Skepsis (weniger Autostellplätze im Straßenraum) gab es auch Zuspruch und positive Rückmeldungen. Alle Informationen finden sich auf der Website der Stadt Coesfeld https://www.coesfeld.de/leben/mobilitaet/radverkehr/fahrradstrassen

Bis zum 04.03.2026 können alle Interessierten auf dem dort bereitgestellten Formular Anregungen abgeben. Diese werden gesammelt und fließen in die Beratung im Rat und in den Ausschüssen ein. 

In den kommenden Wochen finden noch zwei weitere Bürgerinfoveranstaltungen statt, dann geht es um die geplanten Fahrradstraßen Am Niesing zwischen Steveder Weg und Haugen Kamp (11.02. um 18.30 Uhr) und um die geplante Weiterführung der Fahrradstraße Hohes Feld über die Straße Am Wasserturm bis zum Lübbesmeyerweg (18.02. um 18.30 Uhr). 

Voraussichtlich im Mai wird der Stadtrat über die Verkehrsprojekte entscheiden. Wenn der Stadtrat grünes Licht gibt für das nötige Personal und die Fördermittel rechtzeitig fließen, könnte die Umgestaltung der Fahrradstraßen in 2027 realisiert werden.

Alle Informationen, Termine und das Online-Formular für Anregungen 

Zum Thema Fahrradstraßen

Schon seit einigen Jahren ist die Cronestraße als Fahrradstraße ausgewiesen, in Gaupel wurde der Zuweg zur Radbahn als Fahrradstraße im Außenbereich gekennzeichnet.

In den nächsten Jahren sollen weitere Wohnstraßen zu Fahrradstraßen umgestaltet werden, das hatte der Stadtrat beschlossen. Für die Umgestaltung kann die Stadt Fördermittel von Bund und Land erhalten.

Grundsätzlich sind Fahrradstraßen Verkehrsflächen, in denen der Radverkehr Vorrang hat. Das Nebeneinanderfahren mit dem Fahrrad ist in Fahrradstraßen – auch in Gruppen – ausdrücklich erlaubt. Die in Coesfeld geplanten Fahrradstraßen können weiterhin vom KFZ-Verkehr genutzt werden, maximal allerdings mit Tempo 30. Wenn nötig, muss der KFZ-Verkehr Rücksicht auf Radfahrende nehmen, Radfahrende dürfen weder behindert noch gefährdet werden.