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Internationaler Museumstag: Puppen- und Spielzeugmuseum und Stadtmuseum DAS TOR feiern wieder zusammen
Gemeinsames Programm am Sonntag (18.05.)
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Am Sonntag (18. Mai) findet der diesjährige internationale Museumstag statt. Wie bereits im letzten Jahr haben das Puppen- und Spielzeugmuseum und das Stadtmuseum DAS TOR wieder ein gemeinsames Programm vorbereitet. „Unsere beiden Museen sind ja nur wenige Schritte voneinander entfernt. Von einem gemeinsamen Programm und abgestimmten Sonderöffnungszeiten profitieren also alle und es ist für uns eine wunderbare Gelegenheit zusammen zu arbeiten,“ freut sich Stadtmuseums-Leiterin Dr. Kristina Sievers-Fleer. „Unsere Nachbarschaft greifen wir in diesem Jahr auch thematisch auf. An ausgewählten Gebäuden der Großen Vieh- Münster-, Weber- und Walkenbrückenstraße beleuchten wir das Leben der ehemaligen jüdischen Nachbarn. Damit wollen wir bewusst machen, wie stark sich die nationalsozialistische Politik auf die Struktur von Wohnquartieren und Nachbarschaften ausgewirkt hat. Auch unsere neue Ausstellung „Macht-Spiele. Die NS-Zeit im Kinderzimmer“ im Puppen- und Spielzeugmuseum wird Thema dieses Rundgangs sein. Ein Besuch der neuen Ausstellung ist natürlich auch unabhängig von dem Quartiersrundgang möglich,“ ergänzt Museumsleiterin Stefanie Jung, die Leiterin des Puppen- und Spielzeugmuseums.
Im Stadtmuseum DAS TOR gibt es zusätzliche Angebote für Kinder mit dem Museumsmaskottchen „Coelette“. Museumspädagogin Anne Grütters erzählt: „Wir haben mehrere unserer kleinen Coelettes in den Vitrinen des Museums versteckt. Bei einem Rundgang durch das Museum können diese gesucht und gefunden werden. Unter den Teilnehmenden wird eine „Coelette“ verlost. Kinder, die kreativ werden wollen, können in den Räumen der Museumspädagogik ihre eigene Coelette gestalten.“
Um 15 Uhr findet der Vortrag „Die Geschwister Hertz – Heimat, Exil, Neuanfang“ von Wolfgang Jung (Stolperstein-Initiative Coesfeld) zu seinen neuesten Forschungsergebnissen zu den Geschwistern Lieselotte (*1918), Fritz (*1921) und Gerd (*1924) statt. Die Kinder der jüdischen Familie Hertz, die eng mit dem Quartier verbunden war, sind im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung auf ganz unterschiedlichen Wegen nach Palästina emigriert.
Für eine Stärkung stehen im Puppen- und Spielzeugmuseum ein Kuchenbuffet und im Stadtmuseum DAS TOR frischgebackene Waffeln bereit.
Programm zum Internationalen Museumstag am Sonntag (18.05.)
Öffnungszeiten in beiden Museen an diesem Tag: 11 bis 18 Uhr
11 Uhr und 13 Uhr: Quartiersrundgang -„Unsere jüdischen Nachbarn. Verfolgt, verschwunden – vergessen?“ mit Anne Grütters und Stefanie Jung, Dauer etwa eine Stunde, Start: Lambertiplatz vor der AWO, es ist keine Anmeldung erforderlich
15 Uhr: Vortrag „Die Geschwister Hertz – Heimat, Exil, Neuanfang“ von Wolfgang Jung (Stolperstein-Initiative) im Stadtmuseum DAS TOR, Mühlenplatz