Bevölkerungsschutz
Blindgänger-Verdachtspunkte: Weitere Untersuchungen nötig
An Schützenring und Schützenwall
Veröffentlicht am

Nachdem in der vergangenen Woche an zwei Blindgänger-Verdachtspunkten am Schützenwall Probebohrungen stattgefunden haben, haben die Fachleute der Kampfmittelbeseitigung auch für diese beiden Verdachtspunkte noch keine verbindliche Entwarnung geben können. Hier werden am Mittwoch (23.07.) Zusatzbohrungen gemacht.
„Wir wollen zur Abklärung kurzfristig auch noch ein zusätzliches technisches Verfahren einsetzen, um die Verdachtspunkte näher zu untersuchen. Denn dadurch könnte sich möglicherweise das klassische Aufgraben der Fundstellen erübrigen“, sagt Erster Beigeordneter Philipp Hänsel.
Wegen der zentralen Lage der Verdachtspunkte würde die Stadtverwaltung bei entsprechendem Bedarf außerdem ein Gutachten in Auftrag geben. Das könnte klären, was bei einer möglichen Entschärfung zu beachten wäre: „Wir wollen wissen, welche Vorsichtsmaßnahmen wir treffen müssen, auch wegen der unmittelbaren Nähe zu mehreren Baudenkmälern, der Schule und des Krankenhauses. Wenn es tatsächlich zu einer Entschärfung käme, müssten wir das Umfeld evakuieren“, so Philipp Hänsel.
Einen Termin für einen solchen größeren Einsatz gibt es weiterhin nicht: Erst muss klar sein, welche weiteren Schritte nötig sind und welche Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können.
Zur Vorgeschichte:
„Wir haben im April zwei Verdachtspunkte in der Nähe der Lambertischule am Schützenring sondiert. Hier sollten eigentlich schon in den Sommerferien Container für den Schulbetrieb aufgestellt werden. Bevor wir damit starten können, muss aber klar sein, dass keine Altlasten mehr im Boden schlummern. Insofern ist das Abklären von bekannten Verdachtspunkten ein Routinevorgang, der bei Bauarbeiten immer wieder vorkommt“, erläutert Philipp Hänsel.
Bei der Sondierung der ersten beiden Verdachtspunkte in unmittelbarer Nähe der Schule hatte sich herausgestellt, dass die Bodenfunde unterhalb der Grundwasserlinie liegen und damit unzugänglich sind für eine nähere Untersuchung und Bergung. Deshalb wurden in der Nähe des Pulverturms zunächst Pumpen installiert, die das Grundwasser absenken sollen.
Wie es weitergeht, wird sich voraussichtlich Ende nächster Woche sagen lassen. Das bedeutet leider auch, dass sich der Bau der Schulcontainer weiter verzögert. Die Stadt ist deshalb in engen Gesprächen mit der Schulleitung.