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Potentiale im Bereich Waterfohr, Prüllageweg und Grüner Weg

Aus dem Bereich Waterfohr, Prüllageweg und Grüner Weg liegen der Stadt Anträge von Grundstückseigentümern vor, die eine rückwärtige Bebauung ihres Grundstücks wünschen. In dem Bereich gilt aber ein alter Bebauungsplan, der eine Nachverdichtung in großen Teilen ausschließt. Die Stadt prüft nun zusammen mit den Grundstückseigentümern, ob und wie eine Nachverdichtung umsetzbar ist. Berücksichtigt werden soll hierbei aber auch, dass der Flächenbedarf für die Versiegelung so gering wie möglich zu halten ist. Es gibt unterschiedliche Alternativen, die es zu diskutieren gilt. Ein Beteiligungsprozess mit den Eigentümern wird angestrebt. Das Gebiet soll ein Pilotprojekt für zukünftige Nachverdichtungsbereiche werden, denn in Coesfeld gibt es durchaus vergleichbare Gebiete, wo der Wunsch nach Verkleinerung der Grundstücke und Bebauung möglichst im rückwärtigen Gartenbereich besteht, aber auch Eigentümerwünsche existieren, diese Gartenzone zu erhalten.

Im Nachgang an zwei Informationsveranstaltungen am 12. und 13.08.2020 hatten die Grundstückseigentümer bis zum 30.09.2020 die Möglichkeit eine Stellungnahme zur Nachverdichtung abzugeben. Zu klären galt es, ob die zusätzlichen Baumöglichkeiten oder die Beibehaltung des Status Quo mehrheitlich gewünscht sind.

Den städtebaulichen Entwurf A mit einer großen Erschließungsstraße lehnt die Mehrheit ab. Genannte Gründe hierfür sind die Kosten und die Verkleinerung des Grundstücks, auch wenn man in absehbarer Zukunft nicht bauen möchte. Für den städtebaulichen Entwurf B bzw. kleinere Abweichungen von dem Modell sprach sich die Mehrheit aus. Nicht jeder möchte in unmittelbarer Zukunft bauen, aber dennoch möchte man sich die Option offenhalten (Wertsteigerung) oder den Nachbarn eine rückwärtige Bebauung ermöglichen. Insbesondere die Bewohner aus den Bereichen 1, 2 und 3 haben sich für eine Änderung des Bebauungsplans und zusätzliche Baumöglichkeiten ausgesprochen. Als Voraussetzung hierfür wird häufig die Lösung der problematischen Oberflächenentwässerung genannt.

Die Verwaltung wurde am 09.12.2020 vom Ausschuss für Planen und Bauen beauftragt, das Projekt „Nachverdichtung Waterfohr“ aufgrund des mehrheitlichen Nachverdichtungswillens weiterzubearbeiten. Zunächst wird eine sehr umfangreiche Untersuchung zur Abwasserproblematik in Auftrag gegeben. Bei grundsätzlich positivem Ergebnis des beauftragten Entwässerungskonzeptes oder annehmbarer Einschränkungen der zusätzlichen Bebaubarkeit werden die städtebaulichen Zielstellungen (Gebietsart, Stichwegerschließungssystem, Geschossigkeit, Dachform, Anzahl Wohneinheiten etc.) für den zu aktualisierenden Bebauungsplan Nr. 13 „Waterfohr“ mit den Eigentümern erarbeitet.

Ansprechpartner: Sophia Gorschlüter