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Unübersehbar: Der Rohbau steht

Hinter Uwe Dickmanns (l.) und Jörg Wehrmann vom städtischen Fachbereich Bauen und Umwelt ragt der neue Baukörper auf dem Schulhof der einstigen Jakobischule unübersehbar in die Höhe. Foto AZ vom 25.10.2018

Man muss gar nicht bis auf den Schulhof gehen. Schon von der Franz-Darpe-Straße aus ist der große Baukörper erkennbar, der hinter dem alten Jakobischulgebäude entstanden ist. „Der Rohbau steht“, sagt Jörg Wehrmann vom städtischen Fachbereich Bauen und Umwelt beim Ortstermin gestern Morgen.

Auch das alte Schulgebäude ist komplett eingerüstet, drinnen Schutt und Baulärm, die Entkernungs- und Rückbauarbeiten gehen auf die Zielgerade. Vorbereitungen zum Einbau des neuen Aufzugs für einen barrierefreien Zugang ins Gebäude sind zu sehen – die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Trotzdem: „Es bleibt dabei, dass wir nicht zum Beginn des kommenden Schuljahres fertig werden“, sagt Fachbereichsleiter Uwe Dickmanns. Bis zum Herbst, vielleicht sogar bis zum Winter 2019 wird es dauern, bis die Schüler und Lehrer aus der Martin-Luther-Schule ins umgebaute und erweiterte Domizil einziehen können.

„Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen für diese Maßnahme haben wir erst verspätet angefangen“, nennt Dickmanns einen wesentlichen Grund. Auch jetzt sind ständig Abstimmungen mit der Denkmalbehörde nötig, denn viele Elemente in dem Ende der 20er Jahre errichteten Altbau bleiben erhalten: die Böden in Fluren und Treppenhäusern zum Beispiel, die Handläufe dort, Lichtschalter, vielleicht sogar die großen ehemaligen Eingangstüren aus Holz. „Wir prüfen gerade, ob es möglich ist, sie restaurieren zu lassen“, berichtet Jörg Wehrmann. Auch was erneuert werden muss, unterliegt besonderen Anforderungen. „So müssen wir die Fenster, die im Dachbereich und im Untergeschoss ausgetauscht werden, durch Holzfenster ersetzen“, sagt Wehrmann. Die Fenster erhalten eine Verdunkelung.

Bei den Arbeiten im Altbau geht es auch darum, das Gebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen. Vor allem aber werden die Räume an die Erfordernisse des modernen Schulbetriebs und aktueller pädagogischer Konzepte angepasst, von denen in den 20er und 30er Jahren noch keine Rede war. 1930 war das Gebäude als Overbergschule eingeweiht worden.

Als nächstes steht am Altbau nun die Erneuerung und Dämmung des Dachs an. Drinnen treiben die Handwerker mit Hochdruck die Arbeiten voran. Die Klassenräume werden umgebaut, die einstige Hausmeisterwohnung wird zu Sekretariat und Schulleiterzimmer und im künftigen Lehrerzimmer müssen Fenster und ein Fußboden eingebaut werden.

Die gläserne Verbindung zwischen Alt- und Neubau wird noch ein bisschen auf sich warten lasen. „Erst muss sich der Neubau setzen“, sagt Wehrmann.

Rund 6,3 Millionen Euro kosten Umbau und Erweiterung – in die Finanzierung fließen auch Mittel aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“.

Artikel zur Verfügung gestellt: AZ Coesfeld, 25.10.2018, von Ulrike Deusch