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Investorenwettbewerb

 

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Preisträgerkonzepte intensiv erörtert
Gut besuchte Bürgerversammlung zur künftigen Nutzung der Johannesschule

Coesfeld. Fast 60 Letteraner verfolgten die Vorstellung der Planungskonzepte für das Gelände der ehemaligen Johannesschule in Lette. Die beiden Preisträger des Investorenwettbewerbes, Dominik Bodem (kaag + schwarz) / Kutsch Industrie- und Gewerbebau GmbH / Pertheswerk Münster und Gerold Thume / Humanitas Gemeinschaft e.V. / Raum + Form erläuterten in der Gaststätte Zumbült jeweils ihre Entwürfe.  Die Veranstaltung wurde moderiert von Bürgermeister Heinz Öhmann und begleitet von vorab vom Rat benannten Vertretern der vier Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Grüne, FDP.
Das Konzept des ersten Preisträgers sieht vier 15er Wohngruppen mit eigenen Innen- und Themenhöfen (Grün, Wasser, Blumen etc.) sowie hauswirtschaftlicher Versorgung vor. Ein 91–130 qm großer Mehrzweckraum kann als Café, Gemeinschaftsraum genutzt werden und wird für Veranstaltungen der Bürgerinnen und Bürger Lettes offen stehen. Für eigenständigere Bewohner sind Gruppenwohnungen mit gemeinschaftlichem Aufenthaltsbereich in einem weiteren Gebäude geplant, das die Raumkante für den 2.000 qm umfassenden Festplatz bildet. Das Dach soll hier begehbar bepflanzt werden und Naturerlebnisse und Aufenthalt im Freien ermöglichen. Lindenhain und Bushaltestelle bleiben bestehen, der Betreiber Perthes Werk aus Münster (4.800 Plätze in der Region) ist konfessionell nicht gebunden und beteiligt die Bewohner Lettes über ein Kuratorium.
Der Entwurf von Thume / Humanitas sieht mehr und höhere Baukörper vor und richtet sich an unterschiedlich pflegebedürftige Personen. Zur Lindenstraße entstehen Häuser mit Plätzen für altengerechtes Wohnen, dahinter das Altenpflegeheim (7 Wohngruppen, 46 Bewohner) mit einem Versorgungshaus und dem 200 qm großen Gemeindehaus, das als Gemeinschaftsraum, teilweise extern betriebenes öffentliches Café sowie von Letteraner Vereinen und Verbänden genutzt werden kann. Nach Überarbeitung entsprechend der Preisgerichtskriterien befinden sich die Parkflächen jetzt am Grundstücksrand, sämtliche Baukörper besitzen Satteldächer und bieten so gegenüber dem Erstentwurf ein einheitlicheres Bild. Zudem wurden die Abstände zwischen den Häusern auf 10 Meter vergrößert, um mehr Lichteinfall  zu garantieren. Ein Therapiegarten, in dem z.B. auch das Pflanzen vom Rollstuhl aus möglich ist und ein Sinnesgarten mit Hochbeeten, Duftpflanzen, unterschiedlichen Wegebelägen, Klangspielen etc. bieten Erlebnisse in der Natur. Der Festplatz stellt sich kleiner dar als im ersten Entwurf, ist aber nach Aussage des Preisgerichts, in dem auch Letteraner vertreten waren, ausreichend groß. Lindenhain und Bushaltestelle bleiben ebenfalls erhalten. Betrieben wir die Anlage von der vor Ort aktiven Humanitas Gemeinschaft.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass strukturelle Defizite wie fehlende Parkplätze im Dorfkern oder der Wunsch nach einem Gemeindehaus nicht über die neue Nutzung „Altenpflegeheim“ gelöst werden können. Stadtbaurat Backes stellte dar, dass im Investorenwettbewerb nur die gesetzlich vorgeschriebenen Parkflächen gefordert werden konnten. Fragen nach Förderrichtlinien, Pflegesätze und Qualifikation der Pflegekräfte ergaben, dass dies  im Einzelnen detailliert gesetzlich geregelt. Darüber hinaus können sich beide Betreiber vorstellen, die Anlagen trotz der weiteren Altenpflegeeinrichtung an der Coesfelder Straße (ehemals La Perla) erfolgreich und dauerhaft betreiben zu können.
Wie geht es weiter?! Am 06.05. beschäftigte sich ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung der Bezirksausschuss in der Gaststätte Böinghoff mit der Frage, welches der Konzepte den Zuschlag erhalten soll. Anschließend wird die Frage im Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen (12.5., 16 Uhr, Rathaus) sowie abschließend im Rat (13.5., 17 Uhr, Verwaltungsgebäude Bernhard-von-Galen-Straße) behandelt.

 

Die Ergebnisse der Preisgerichtssitzung

Protokoll zur Preisgerichtssitzung im PDF-Format

Protokoll zur Einwohnerversammlung vom 04.05.2004 im PDF-Format