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„Sympathische, qualitätsvolle Lösung für Pflegewohnheim“

Fachpreisgericht prämiert Architektenvorschlag aus Stuttgart

 Aus der Johannesschule wird voraussichtlich ein Pflegewohnheim. Mit großer Mehrheit vergab das Preisgericht den 1. Preis des Investorenwettbewerbes „Johannesschule Lette“ an die Architekten  Kaag + Schwarz aus Stuttgart und den Investor Kutsch Industrie- und Gewerbebau GmbH aus Borken.

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Deren Entwurf sieht sechs zweigeschossige, unterschiedlich große Einzelhäuser vor, die durch eine „Spange“, das heißt einen transparenten Flur mit angrenzenden Funktionsräumen für z.B. Sanitär, Wäsche etc., zusammengehalten werden. Den Häusern sind jeweils Themengärten (Pflaumenhof, Birkenhof, Kirschenhof) zugeordnet, die für sich abgeschlossen sind und einen persönlichen Gartenbereich schaffen. Jeweils zwei Häuser bilden eine „Familie“, deren Gemeinschaftsräume wie Aufenthalt, Küche und Station den Mittelpunkt bilden. Eine Cafeteria und ein Wasserbecken im Eingangsbereich zur Lindenstraße sind weitere bewusste gemeinschaftsstiftende Elemente. So entstehen 60 Altenpflegeplätze, die sich in vier Gruppen von 15 Bewohnern unterteilen.

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Bei dieser Lösung wird der Hain mit altem Lindenbestand ebenso wie der Busparkplatz komplett erhalten. Das gilt auch für die Festwiese (Dorf-Expo etc.) an der Bahnhofsallee, welche südlich durch ein weiteres Gebäude gefasst wird. Im Format 60 x 50 Meter grenzt die  Festwiese an die Freifläche vor dem Heimathaus und Ehrenmal an, so dass diese für Lette identitätsstiftenden Orte besonders gut zur Geltung kommen. Aus jedem Blickwinkel ist die St. Johanneskirche einsehbar, private und öffentliche Bereiche sind klar getrennt und fügen sich harmonisch in den Dorfkern ein.

Stadtbaurat Thomas Backes unterstreicht: „Dieser Vorschlag setzt geschickt die gemachten Vorgaben um und stellt eine sehr sympathische Lösung für qualitätsvolles Altenpflegewohnen in kleinen Gruppen dar.“   

Den zweiten Preis errang  Architekt Gerold Thume aus Coesfeld mit der Humanitas Gesellschaft e.V. als Investor.

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Insgesamt haben sich fünf Teams aus Architekten und Investoren beteiligt. Fünf Stunden bewertete das Preisgericht unter Vorsitz von Leonore Wolters-Krebs (Coesfeld) die anonymisierten Vorschläge der Teilnehmer. Mit ihr diskutierten Professor Herbert Pfeiffer (bekannter und erfahrener Architekt aus Lüdinghausen- u.a. Cronegelände), der renommierte Landschaftsarchitekt Peter Köster (Hamburg), Christian Schaller (Städtebau und Architektur aus Köln), Stadtbaurat Thomas Backes und je ein Vertreter der im Rat vertretenen Parteien (CDU: Gerold Wilken, SPD: Horst Schürhoff, FDP: Sybille Schall, Bündnis 90/Die Grünen: Martin Potthoff).  Als Berater fungierte Heimatvereinsvorsitzender Heinrich Bruns.

Fachbereichsleiter Uwe Manteuffel betont, dass alle eingereichten Vorschläge in die engere Wahl gelangt sind. „Zwei Arbeiten waren herausragend, die Mehrheit hat sich eindeutig für den 1. Preisträger entschieden“. Teilnehmer und Öffentlichkeit können die Bewertung nachvollziehen: In der Volksbank Lette sind in den nächsten zwei Wochen alle Entwürfe ausgestellt. Außerdem kann dort das Protokoll über die Beratung des Preisgerichtes eingesehen werden.

Noch bis zum Sommer beherbergt die Johannesschule in Lette Schüler der Freiherr-vom-Stein-Realschule, deren Erweiterung dann abgeschlossen sein wird. Anschließend kann das ca. 12.000 Quadratmeter große Gelände neu entwickelt werden. „Wir haben uns für einen Investorenwettbewerb entschieden, weil das ein Höchstmaß an städtebaulicher Qualität und zugleich ein gutes wirtschaftliches Ergebnis verspricht“, erläutert Stadtbaurat Thomas Backes. Gefragt waren nachhaltige kreative Ideen, die den dörflichen Charakter Lettes und die interessante Lage im Ortskern zwischen Heimathaus und Lindenstraße berücksichtigen.

Die Stadt wird jetzt mit dem 1. Preisträger unverzüglich Verhandlungen aufnehmen und anschließend in den politischen Gremien (Bezirksausschuss, Ausschuss Umwelt, Planen, Bauen, Rat) berichten. 

 

Protokoll der Preisgerichtssitzung im PDF-Format