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Förderbescheid für On-Demand-Verkehr
Coesfeld erhält 400.000 Euro vom Land NRW
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Wichtiger Meilenstein für die Umsetzung des Coesfelder Mobilitätskonzepts: Die Stadt Coesfeld hat im Rahmen des Förderaufrufs „On-Demand-Ridepooling in Nordrhein-Westfalen“ eine Förderung in Höhe von rund 400.000 Euro erhalten. Den entsprechenden Förderbescheid durfte Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg am Montag im Verkehrsministerium in Düsseldorf von Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer entgegennehmen. Die Gesamtkosten sind mit 1,28 Millionen Euro geplant und das Projekt soll Mitte Oktober starten.
„Mit den Projekten bringen wir den öffentlichen Nahverkehr genau dorthin, wo klassische Angebote oft an ihre Grenzen stoßen: in den ländlichen Raum, zu Randzeiten und auf der letzten Meile. Damit verbessern wir die Mobilität vor Ort und gleichen Unterschiede zwischen Stadt und Land gezielt aus“, erklärte Verkehrsminister Oliver Krischer.
Die Förderung erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren und unterstützt die Umsetzung der Maßnahme C2 des Masterplans Mobilität der Stadt Coesfeld. Ziel ist es mit einem Stadtbus bestehende Lücken im öffentlichen Nahverkehr zu schließen und insbesondere bislang nicht oder nur eingeschränkt erschlossene Bereiche besser an das Mobilitätsangebot anzubinden. Dazu gehören neben dem Stadtgebiet auch die Ortsteile Lette sowie die Wohnlagen Goxel und Brink.
Das geplante On-Demand-Angebot soll den bestehenden ÖPNV sinnvoll ergänzen und dort eingesetzt werden, wo reguläre Busverbindungen wirtschaftlich oder organisatorisch nur eingeschränkt möglich sind. Fahrgäste können künftig ihren individuellen Start- und Zielpunkt sowie die gewünschte Abfahrtszeit flexibel wählen. Dabei werden sowohl bestehende als auch virtuelle Haltestellen bedient.
Eine intelligente Software bündelt Fahrten mit ähnlichen Fahrtwünschen und vermeidet Leerfahrten. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass das neue Angebot nicht in zeitlicher und räumlicher Konkurrenz zu bestehenden Bus- und Bahnverbindungen steht. Der On-Demand-Verkehr versteht sich ausdrücklich als Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs und nicht als dessen Ersatz.
Vorgesehen sind Betriebszeiten von Sonntag bis Donnerstag jeweils von 6 bis 22 Uhr sowie freitags und samstags von 6 bis 24 Uhr.
Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg begrüßt die Unterstützung durch das Land NRW: „Mit der Förderung erhält Coesfeld die Chance unseren Stadtbus in die Praxis zu bringen. Endlich können die Coesfelderinnen und Coesfelder öffentlich unterwegs sein; das bedeutet auch eine dicke Portion soziale Teilhabe."
Das Förderprojekt wurde von der Stadt Coesfeld in enger Abstimmung mit dem Kreis Coesfeld entwickelt.