Schulzentrum
Sanierung und Modernisierung des Schulzentrums Coesfeld






Mit dem Datum vom 16.12.2016 hat der Rat der Stadt Coesfeld beschlossen, das Schulzentrum Coesfeld sanieren zu lassen, um den pädagogischen und funktionalen Anforderungen zukunftsfähiger Schulen gerecht zu werden. Alleine aufgrund des Gebäudealters besteht grundlegender Sanierungs- und Modernisierungsbedarf.
Die Planung soll die Modernisierung bzw. den Umbau des Schulgebäudes des aus dem 1977 Jahr stammenden Gebäudekomplex des Nepomucenum und der alten Anne-Frank-Schule und um den Anbau einer Mensa und die Erweiterung der Theodor-Heuss-Realschule mit dem Neubau eines Schulhauses umfassen.
Nach Fertigstellung der Vorentwurfsplanung wird die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 HOAI) beauftragt. Auf der Grundlage der nach der Entwurfsplanung belastbaren Kostenberechnung und der dann konkreteren Einschätzung der Finanzierbarkeit (u.a. Förderzugänge, konkrete Finanzlage der Stadt, voraussichtliche Zinsentwicklung) ist entschieden worden, das Bauteil 5 (Theodor-Heuss-Realschule) in seiner Struktur zu belassen und für den notwendigen Raumbedarf in einem autarken Neubau in Form eines Schulhauses zu erweitern.
Die Sanierung bzw. der Umbau der Sporthallen wurde zu Gunsten der optionalen Erweiterung des Schulgebäudes um einen Anbau zur Aufnahme der schulischen Mensa und eine Erweiterung der Sporthallen um Seminarräume zurückgestellt. Lediglich der Fußboden wie auch der Prallschutz wird auf Grund einer speziellen Förderzusage in 2021/22 ausgeführt.
In das Planungsverfahren ist ebenfalls die Neu- bzw. Umgestaltung der Schulhöfe mit einzubeziehen.
Die Bauteile Alt- und Neubau sind baulich verbunden. Die Erschließung der Unterrichtsbereiche Neubau erfolgt von der zentral gelegenen Schulstraße. Hierbei handelt es sich um einen großzügig dimensionierten Flur der sich durch den gesamten Komplex in Nord-Süd-Richtung zieht. An diese Schulstraße ist auch eine Versammlungsstätte (Pädagogisches Zentrum) angebunden. Auch die zukünftige neue Mensa wird über einen Stichflur der von der Schulstraße abgeht erschlossen.
Maßnahmen zur Barrierefreiheit werden, soweit es sich mit dem Denkmal vereinbaren lässt, umgesetzt.
Der vorhandene Sanierungs- und Modernisierungsbedarf ist neben der Abbildung neuer Raumbedarfe aufgrund veränderter pädagogischer Konzepte, der Ganztagsschulen und organisatorischer Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Freiwerden der Flächen der Anne-Frank-Hauptschule vorrangig Auslöser der geplanten Maßnahme.
Sämtliche im Jahre 1977 erstellten Bauteile (Schulgebäude Neubau, WC-Außenanlage, Sporthallen) wurden im Jahr 03/2016 unter Denkmalschutz gestellt. Hiervon ebenfalls umfasst sind die dem Gebäudekomplex umgebende Schulhofflächen.
Die komplexe Aufgabe zur Modernisierung und Neustrukturierung des Schulzentrums wurden durch Definitionen und Diskussionen mit Zielen und Rahmenbedingungen im Vorfeld in einer Phase 0 definiert. Gemeinsam mit den Schulen und unter Begleitung eines Berater-Teams wurde in einem intensiven Prozess ein Raumkonzept entwickelt.
Zur Sicherstellung der Realisierbarkeit des erarbeiteten pädagogischen Konzeptes wurde ein Testentwurf aufgestellt. Über den im Testentwurf abzubildenden Umfang konnte ein Konsens mit den Schulen erzielt werden, wobei es Aufgabe der späteren Entwurfsplanung war, so viele Aspekte wie möglich unter der Vorgabe, dass keine neuen Baukörper geschaffen werden sollen, zu realisieren.
Das Ergebnis ist von den Planern zusammengefasst worden. In dieser groben Raumskizze wurde nachgewiesen, welche Bestandteile der erarbeiteten Raum- und Funktionsskizzen sich unter Beachtung des Grundsatzes, dass keine zusätzlichen Gebäude zu erstellen sind, im Gebäude verorten lassen. Dabei wurden Mehrfachnutzungen für Räume und die Aufwertung von Verkehrsflächen zu nutzbaren Zonen berücksichtigt. Der Probeentwurf enthielt an einigen wenigen Stellen Alternativen zum Bauen im Bestand, wo dies aus funktionalen und wirtschaftlichen Gründen unter Umständen zu besseren Ergebnissen führen könnte. Aus den Skizzen wurde ein Raumprogramm entwickelt, dass der weiteren Planung zu Grunde lag.
Nach Beauftragung des Objektplaners im Juli 2018 sowie der Fachplaner wurde eine umfassende Bestandsaufnahme LPH 1 HOAI durchgeführt.
Im Rahmen der Vorplanung hatte es intensiven Abstimmungsprozesse mit der Baudenkmal -und der Gartendenkmalpflege gegeben.
Die Planung sieht vor, eine Photovoltaikanlage auf den Neubaudächern (Schulhaus u. Mensa und der Dächer des Schulzentrums) zu installieren. Die denkmaltechnische Prüfung hat ergeben, dass eine Installation eine zusätzliche Photovoltaikanlage auf den Bestandsobjekt möglich und zulässig ist.
Die Baugenehmigung für das Gesamtkonzept liegt seit dem 19.04.2023 vor. Die in den letzten Jahren neu errichteten Gebäude in Form eines freistehenden Schulhauses an der Theodor-Heuss-Realschule, in denen die Klassen 5 und 6 unterrichtet werden, wurde mit dem neuen Schuljahr 2023/2024 in Betrieb genommen. Die neu Errichtete Mensa vor dem PZ wurde nach Herbstferien 2023 ebenfalls in Betrieb genommen und verpflegt die Schülerinnen: Schüler. Über die Stadtverwaltung selbst kann über eine Buchungsplattform welche z. Z. sich noch in der Testphase befindet die Mensa für verschiedene kulturelle und vereinsinterne Veranstaltungen gebucht werden. Ansprechpartner entnehmen Sie bitte aus der „Internetseite“ der Stadtverwaltung (https://www.coesfeld.de/veranstaltungen/mensa).
In den Sommerferien 2023 wurden bereits die Hälfte des unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes aus den 70er Jahren leergezogen. Ein Umzugsunternehme hatte hierfür die Klassenräume zum Teil entrümpelt bzw. die noch weiter in Benutzung gehende Objektmöbel eingelagert. Seit Oktober laufen die Abbruch- und Rückbauarbeiten, welche sich nach derzeitigem Stand noch bis Mitte März 2024 hinziehen werden. Die Fassadensanierung hat ebenfalls für diesen 2. Bauabschnitt schon begonnen und konnte auf Grund des milden Wetters schon in großen Teilen fertiggestellt werden. Es sind aber immer wieder noch Details mit dem Denkmalamt abzustimmen.
Zurzeit finden verschiedene Ausbauarbeiten wie Trockenbau, Sanitär, Heizung, Dachabdichtungs- sowie Metallbau und Verglasungsarbeiten statt.
Die Fassade wurde gereinigt und neu in Absprache mit dem Denkmalamt LWL mit einer Lasur beschichtet. Die farbigen Flächen müssen laut Vorgabe des Denkmalamtes restauratorisch wiederhergestellt werden. Diese Arbeiten wurden ausgeschrieben und werden je nach Wetterlage in Kürze ausgeführt.
Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Mitte 2026 geplant.
Ihr Ansprechpartner
Jörg Wehrmann, Projektleiter

Stand am 08.07.2025
Der 2. Bauabschnitt befindet sich aktuell in der Realisierung.
Die mit dem Denkmalamt abgestimmten farblichen Texturen wurden auf den sanierten Betonfassadenflächen aufgetragen. Die Innenausbauarbeiten wie „Maler-, -Bodenbelag-, Fliesen-, Tischler-, Innentüren- sowie Trockenbauarbeiten etc.“ laufen z. Z. auf Hochtouren. Die letzten Heizkörper sowie Lüftungsklappen werden gerade noch montiert.
Lehrer, Schüler sowie auch Eltern helfen beim Umzug in die neuen errichteten Containeranlage mit 5 neuen Klassenräumen fleißig mit. Die Interimscontaineranlage auf der Seite zum Sportplatz wurde aufgebaut. Es laufen hier z. Z. noch die letzten Versorgungsanschlüsse. Der Umzugsunternehmer, welcher für den großen Umzug der Klassenräume zuständig ist, steht bereits in den Startlöchern.
Der durch Bauarbeiten beschädigte Beton-Pilz am Seiteneingang wird zum Beginn der Sommerferien wieder aufgestellt.
Es liegen noch ein paar anstrengende Wochen vor uns. Damit aber die Fertigstellung des letzten 3. Bauabschnitt nicht gefährdet ist, wird weiterhin fieberhaft an der Fertigstellung des 2. Bauabschnittes (Ende Sommerferien 2025) gearbeitet, damit auch Ende 2026 der letzte Bauabschnitt übergeben werden kann.

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Gefördert durch
Modernisierung der Dreifachturnhallen des Schulzentrums der Stadt Coesfeld
Nach der Sanierung der Sporthallen Halle I + Halle II im Jahr 2022 hinsichtlich eines neuen Bodenbelags in Halle II und der Aufbringung eines neuen Prallschutzbelages auf den Innenwänden beider Hallen steht z. Z. eine Sanierung des Bodenbelages von Halle I auf dem Programm.
Im Sommer 2024 kam es durch ein Starkregenereignis zu einem Wasserschaden in Halle I. Hierbei wurde ein Drittel des Hallenbodens durch eingetretenes Wasser unterhalb des Sportbodens beschädigt und muss somit ausgetauscht werden. Die Sanierungsarbeiten wurden bereits im Juni 2025 mit der Entkernung aufgenommen. Zurzeit läuft der Wiederaufbau des Sportbodens in Halle I.
Ende Juli 2025 sollen die Arbeiten zur Herstellung des neuen Bodenbelages abgeschlossen sein. Danach finden noch diverse Anschluss arbeiten statt.
Zu Beginn des neuen Schuljahres 2025/2026 (Ende August) kann der Sportbetrieb in Halle I wieder aufgenommen werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt kann aber für Vereine und Schulen der Sportbetrieb in Halle II ohne Einschränkung weiter stattfinden.
Ihr Ansprechpartner
Jörg Wehrmann, Projektleiter



