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"Kein Geld? Kein Problem!" Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum Das TOR

Am 13.Juni um 17:30 Uhr im Walkenbrückentor

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Aufbau der Ausstellung Notgeld im Stadtmuseum
Friedhelm Becker und Praktikant Paul Malohn beim Aufbau der Ausstellung im Stadtmuseum Foto: Stadtmuseum

Am kommenden Samstag, (13.6.) um 17.30 Uhr wird im Walkenbrückentor eine neue Ausstellung zum Thema Notgeld eröffnet. Sie beleuchtet ein spannendes Kapitel der deutschen Geld- und Wirtschaftsgeschichte und zeigt die außergewöhnliche Vielfalt von Zahlungsmitteln, die in Krisenzeiten entstanden. Der Coesfelder Sammler Friedhelm Becker präsentiert in Kooperation mit dem Stadtmuseum bis zum 15.11.26 zahlreiche außergewöhnliche Stücke aus seiner Sammlung.

Die Geschichte des Notgeldes begann während des Ersten Weltkriegs. Da die Kriegswirtschaft große Mengen an Metall benötigte, entstand ein Mangel an Münzgeld. Städte, Gemeinden und Unternehmen suchten nach Alternativen und brachten Notgeld aus unterschiedlichen Materialien in Umlauf. Nach dem Krieg entwickelte sich aus diesen Zahlungsmitteln eine regelrechte Sammlerkultur. Um die wachsende Nachfrage von Sammlern zu bedienen, entstanden kunstvoll gestaltete Ausgaben, die nicht unbedingt als Zahlungsmittel dienten. 

Gleichzeitig verschärfte sich die wirtschaftliche Krise im Deutschen Reich. Die Inflation, die bereits während des Krieges eingesetzt hatte, wurde durch die hohen Reparationszahlungen nach dem Krieg weiter angeheizt. Im Jahr 1923 erreichte die Entwicklung mit der Hyperinflation ihren dramatischen Höhepunkt: Das Geld verlor innerhalb kürzester Zeit seinen Wert, und die Preise stiegen in unvorstellbare Höhen. Mit der Einführung der Rentenmark im November 1923 gelang schließlich die Stabilisierung der Währung. Das eigentliche Sammlernotgeld war zu diesem Zeitpunkt bereits verboten worden.