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Aktuelle Informationen zur geplanten Bombenentschärfung am Sonntag (15.03.)

Ordnungskräfte bereiten sich auf den Einsatz vor: Pläne, Informationen und häufig gestellte Fragen finden sich hier

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Teil des Stadtplans mit farbig markierten Sperrbereich
Plan: (c) Stadt Coesfeld

Update Dienstag (03.03.), 13 Uhr:

Telefon-Hotline für Anwohnende heute gestartet

Im Fachbereich Ordnung und Recht ist seit heute Vormittag eine Telefon-Hotline eingerichtet, in der sich Menschen melden können, die von der am Sonntag (15.03.) geplanten Bombenentschärfung am Schützenring betroffen sind. Die Anwohnenden waren darüber bereits in der vergangenen Woche informiert worden. Wer den Sperrbereich, der an diesem Tag um den Verdachtspunkt herum eingerichtet wird, nicht aus eigener Kraft verlassen kann, erhält Hilfe. Dazu ist das Ordnungsamt in engem Kontakt mit der ärztlichen Leitung des Kreises Coesfeld und dem Deutschen Roten Kreuz, sowie anderen Hilfs- und Rettungsdiensten.

„Es ist gut, wenn sich Betroffene frühzeitig bei uns melden, dann können wir den Transport besser planen und behalten Freiraum für Situationen, die sich während der geplanten Evakuierung auch kurzfristig noch ergeben können“, sagt Fachbereichsleiterin Birthe Glaesmann.

Die Telefon-Hotline des Ordnungsamtes ist unter Tel. (02541) 939-2000 erreichbar, und zwar montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Eine Liste mit den am häufigsten gestellten Fragen findet sich am Ende der Meldungen.

Die Christophorus Kliniken informieren Patient:innen und Angehörige laufend auf ihrer Website 

Unsere Pressemeldung von Donnerstag (26.02.2026):

Der Kampfmittelverdachtspunkt beim Pulverturm soll am zweiten Märzwochenende, also am Samstag (14.03.) aufgegraben und näher untersucht und am Sonntag (15.03.) - wie es in Fachkreisen heißt - „bereinigt“ werden.

Die Vorbereitungen dafür haben unter Federführung des städtischen Ordnungsamtes begonnen. Fachbereichsleiterin Birthe Glaesmann und ihr Team stehen dazu in engem Kontakt mit dem Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Arnsberg und allen beteiligten Akteur:innen. Auch die Anwohner:innen im Bereich Schützenring erhalten in diesen Tagen ausführliche Informationen. Sie werden ihre Wohnungen verlassen müssen, wenn die vermutete Weltkriegsbombe am Sonntag (15.03.) freigelegt und entschärft wird.

Ein besonderes Augenmerk richten die Verantwortlichen auch auf die Christophorus Kliniken, die teilweise innerhalb des 250-Meter-Sperrbereichs liegen. Die gute Nachricht: Der Krankenhausbetrieb ist grundsätzlich gesichert. Das Krankenhaus bleibt bei Bedarf jederzeit erreichbar, und zwar von der rückwärtigen Seite zum Schlosspark hin (Beguinenstraße). Die Kliniken bereiten sich intensiv auf das Wochenende vor, das für Patient:innen und Besuchende sowie Mitarbeitende gewisse Beeinträchtigungen mit sich bringen kann.

Auf der Homepage der Kliniken unter www.christophorus-kliniken.de informieren sie detailliert über die Einschränkungen und Änderungen.

Vorläufiger Ablauf der geplanten Blindgänger-Entschärfung:

  • Ab Montag (09.03.): Straßensperrung am Schützenring: Versorgungsleitungen werden gesichert, Container gegen Splitterflug aufgestellt
  • Samstag (14.03.): Die Kampfmittelräumer beginnen mit dem Aufgraben des abgesicherten Verdachtspunktes. 
  • Sonntag (15.03.): 
  • Ab 8 Uhr klingeln Mitarbeitende von Ordnungsamt sowie Hilfs- und Rettungskräfte an die Wohnungstüren und bitten die etwa 720 betroffenen Anwohnenden, ihre Wohnungen bis spätestens 11 Uhr zu verlassen.  Straßenzufahrten werden gesperrt. Wer den Bereich innerhalb des 250-Meter-Radius nicht aus eigener Kraft verlassen kann, erhält Hilfe. Ab 8 Uhr steht die Mensa am Heriburg-Gymnasium als Betreuungsstelle für Anwohnende bereit, hier versorgt der Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes die Menschen, die keine Möglichkeit haben, sich während der Evakuierung anderweitig aufzuhalten.
  • 11 Uhr: Die Straßenzufahrten werden abgeriegelt, Anwohnende müssen den Bereich verlassen haben.
  • Etwa 13 Uhr: Wenn sichergestellt ist, dass sich niemand mehr innerhalb des 250-Meter-Radius aufhält, kann die kontrollierte Entschärfung beginnen. Die Fachleute rechnen damit, dass das ein bis zwei Stunden dauern kann. 
  • Anschließend gibt das Ordnungsamt Entwarnung: Einsatzkräfte geben die Straßen wieder frei, Anwohnende können in ihre Wohnungen zurückkehren.


Blindgänger-Fund am Pulverturm:

Im Straßenbereich am Schützenring liegt, seit Jahrzehnten unbemerkt und unberührt, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Näher untersucht wurde der Verdachtspunkt im letzten Frühjahr im Zusammenhang mit einer geplanten Baumaßnahme an der benachbarten Lamberti-Grundschule. Nach ersten Sondierungen hat die Stadt Coesfeld den Punkt näher untersuchen lassen, auch mit Hilfe des sogenannten Ultra-Tem-Verfahrens. Das hat ergeben, dass sich im Straßenuntergrund mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg verbirgt, und zwar mit einem Gewicht von 125 Kilogramm – und damit um einen vergleichsweise kleinen Blindgänger.

Ab Dienstag (03.03.) bietet das Ordnungsamt eine Telefon-Hotline für betroffene Bürger:innen an. Wer Fragen rund um die anstehende Evakuierung hat, kann sich dort informieren unter Tel. (02541) 939-2000.

Ebenfalls ab Dienstag (03.03.) informiert die Stadt Coesfeld laufend aktuell auf ihrer Website unter www.coesfeld.de

Zum Thema: 

Schützenring wird schon am Freitag (27.02.) stundenweise gesperrt für notwendige Erd- und Absicherungsmaßnahmen

Am Freitag (27.02.) soll vormittags nahe des Pulverturms eine Tauchpumpe in den bereits vorhandenen Tiefenbrunnen installiert werden, die das Grundwasser rund um den Verdachtspunkt absenkt. Das ist Voraussetzung für die weiteren Arbeiten, denn der Blindgänger wird in einer Tiefe von mehr als drei Metern vermutet, und damit unterhalb des aktuellen Grundwasserniveaus. 

Die Pumpe wird mit Hilfe eines Autokrans eingebaut, während der Montage bleibt der Schützenring auf dem Teilstück zwischen Wiemannweg und Münsterstraße voraussichtlich für eine gute Stunde für den Fahrzeugverkehr gesperrt, und zwar in der Zeit zwischen 8 Uhr und 11.45 Uhr.

Die Schulbusse fahren nach Fahrplan, die Lambertischule bleibt während der Straßensperrung vom Katthagen aus erreichbar.

Fragen zu den Tiefbauarbeiten beantwortet Renate Rösing im Fachbereich Bauen und Umwelt, E-Mail: renate.roesing@coesfeld.de, Tel. (02541) 939-1264.

Hier geht es zu den häufig gestellten Fragen.