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Wie viel bleibt auf dem Teller liegen?
Catering an der Mensa am Schulzentrum ermittelte Menge übrig gebliebener Speisen
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Was tun um Lebensmittel- und Speisereste zu reduzieren? Diese Frage stellt sich nicht nur zu Hause, sondern auch in öffentlichen Kantinen und Schulmensen. Besonders in den Blick genommen wurde sie jetzt von der Feinkostfleischerei Hidding, die die Mensa am Schulzentrum täglich mit frischen Mahlzeiten versorgt. Vier Wochen lang wurde gemessen, wie viele Reste nach der Essensausgabe übrigblieben. Auch die Menge der Essensreste, die die Schüler:innen auf den Tellern zurückließen, wurde erfasst.
Ergebnis der Untersuchung: Insgesamt 20 Prozent der bereitgestellten Speisen wurden entsorgt, 14 Prozent entfallen auf Tellerreste, die Ausgabereste beliefen sich auf 6 Prozent. Damit liegt das Mensa-Catering am Schulzentrum deutlich unter dem, was die Verbraucherzentrale NRW bisher an 55 Schulen landesweit ermittelt hatte, denn der Durchschnitt liegt dort bisher bei 30 Prozent.
Ein schönes Ergebnis, wenn auch mit weiterem Einsparpotenzial, auch aus Sicht des Klimateams der Stadt Coesfeld, das die Aktion initiiert und begleitet hatte. Julika Fritz sagt: „Jedes weggeworfene Lebensmittel verursacht unnötige Kosten und verbraucht außerdem viele Ressourcen und belastet dadurch Umwelt und Klima. Daher lohnt sich ein Blick auf die Ursachen der Lebensmittelabfälle, sodass Maßnahmen dagegen ergriffen werden können.“
Das Catering am Schulzentrum hatte schon im Vorfeld gute Ideen umsetzt, und das zahlt sich jetzt aus. So werden nicht gebrauchte Lebensmittel eingelagert und später wiederverwendet. Und beim Gemüse können Schüler:innen seit einiger Zeit selbst zugreifen, das hat die Tellerreste deutlich reduziert.
„Wir können jetzt auch auswerten, welche Produkte häufiger mal übrigbleiben und das künftig auch im Speiseplan berücksichtigen“, sagt Christiane Hidding.
Zum Thema:
Anlass für die Untersuchung in der Mensa am Schulzentrum war eine Aktion der Verbraucherzentrale NRW. Im Rahmen des „Kantinenprogramm NRW“ konnten sich Schul-Caterer beteiligen und Tipps erhalten, wie sich Lebensmittelreste reduzieren oder vermeiden lassen – eine gute Gelegenheit für eine Maßnahme hier vor Ort, wie sie im Klimaschutzkonzept der Stadt Coesfeld vorgesehen ist.
Als Hauptursache der Abfallmengen wurde die täglich schwankende Zahl derjenigen ermittelt, die am Mensa-Essen teilnehmen. Im Mess-Zeitraum zeigte sich, dass täglich etwa 25 Essen bestellt worden waren, die aber nicht abgeholt wurden.
Die Menge der ermittelten Tellerreste war dagegen vergleichsweise niedrig.
Christiane Hidding von der Feinkostfleischerei Hidding sagt dazu: „Nach Rücksprache mit der Küche haben wir beschlossen, so viele Komponenten wie möglich vor Ort in der Schule zu produzieren. So kann man flexibler reagieren. Weiterhin schicken wir Produkte die in der Küche produziert werden als Cook and chill zur Schule. So kann da auch besser vor Ort reagiert werden. Weiterhin versuchen wir die Differenzmengen zwischen bestellten Essen und den tatsächlichen Essen besser zu planen.“