Was gibt's Neues?
Schreibwerkstatt gibt Raum für Fantasie und freies Schreiben
Mit einem Stift in tausend Welten
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Eine unsichtbare Falltür stellt Emil und seine Freunde vor ein Rätsel, ein geheimnisvolles Amulett entführt in fremde Welten, eine atemberaubende Luftschlacht und eine Insel voller brandgefährlicher Dinosaurier sorgen für Nervenkitzel, und ein Fantasy-Abenteuer im Reich der Elfen verspricht Spannung pur – Geschichten voller Magie und Fantasie entstanden in der Schreibwerkstatt, veranstaltet von der Stadt Coesfeld im Rahmen des Kulturrucksacks NRW. Elf Mädchen und Jungen trafen sich an sechs Nachmittagen in den Räumen der Volkshochschule, um ihre Ideen zu Papier zu bringen. Fantasy-Abenteuer und Fan-Fiction – das sind von Fans geschriebene Fortsetzungen oder Variationen von Originalwerken – standen hoch im Kurs, aber auch Geschichten über (ungewöhnliche) Freundschaften oder Detektivgeschichten nahmen in den Notizheften Gestalt an. Die Schreiblust war teilweise so groß, dass freiwillig zu Hause weitergeschrieben wurde. Anregungen erhielten die jungen Autoren unter anderem zur Ideenfindung sowie zur Gestaltung von Figuren, Dialogen und Schauplätzen. Bei jedem Treffen bestand Gelegenheit, die Texte mit der Gruppe zu teilen und Anregungen und Tipps auszutauschen.
Neben dem Schreiben und Vorlesen gab es kreative Schreib- und Erzählspiele: In einem Ideen-Parcours wurden alltägliche Gegenstände wie eine Brille oder eine Uhr zu magischen Gegenständen, die zum Fantasieren anregten. Mit den „Story Cubes“ wurden die abenteuerlichsten Kürzestgeschichten zusammengewürfelt, und bei dem Spiel „Erzählt euch mehr“ durften Träume und Ideen mit Worten ausgemalt werden. Kursleiterin Christine Tibroni freute sich einmal mehr über die Begeisterung der Teilnehmer für das Schreiben und über die tollen Geschichten, die ganz ohne Smartphone, Google und ChatGPT entstanden. „In einem geschützten Raum und in einer wertschätzenden Atmosphäre durfte sich die Gedanken- und Gefühlswelt öffnen, Raum nehmen und durch Kopf, Arm, Hand und Stift aufs Papier fließen. Eine wertvolle und wohltuende Erfahrung“, so Christine Tibroni, die betont, dass es in der Schreibwerkstatt nicht um richtig oder falsch, gut oder nicht gut geht. „Jeder und jede schreibt, was und wie es ihm oder ihr gefällt. Alles kann, nichts muss. Die Schreibwerkstatt ist keine Schule, sondern ein Raum, um die Freiheit des Denkens und der Kunst zu erleben, ohne Angst, Fehler zu machen und beurteilt zu werden.“ Es war bereits die vierte Schreibwerkstatt für Kids, die die Journalistin und Schreibtrainerin in Zusammenarbeit mit der Stadt Coesfeld als Veranstalterin angeleitet hat.
Einige Kinder meldeten beim letzten Treffen direkt Interesse an einer Wiederholung im nächsten Jahr an. Kathrin Hoffmann vom Jugendamt der Stadt Coesfeld freute sich über das positive Feedback und signalisierte die Bereitschaft, die Schreibwerkstatt im ersten Halbjahr 2027 erneut anzubieten. Möglich wurde das für die Teilnehmer kostenlose Angebot durch das Landesprogramm Kulturrucksack NRW, das darauf abzielt, das Interesse von Kindern und Jugendlichen an Kunst und am kulturellen Leben zu wecken, zu vertiefen und ihnen die Möglichkeit zu geben, in allen Kunst- und Kultursparten eigenschöpferisch tätig zu werden.