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Mehr Zeit und mehr Geld
Modernisierung am Schulzentrum dauert länger und wird teurer als erwartet
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Die Großbaustelle am Schulzentrum geht in eine entscheidende Phase. Nachdem der komplett sanierte rechte Bauteil (2. Bauabschnitt) seit dem Sommer für den Unterricht genutzt werden kann, wurde der Gebäudeteil zur Holtwicker Straße mit einigen Wochen Zeitverzug ausgeräumt. Die Verwaltung des Gymnasiums Nepomcenum konnte ihre neuen Räume beziehen, so dass jetzt die Entkernung auf drei Etagen vorangeht. Auch diese Gebäudeteile sollen zunächst in den Rohbau zurückgeführt, dann energetisch saniert und komplett neu gestaltet werden.
Wie groß der Modernisierungsaufwand sein wird, zeigt sich jetzt, wie vorher schon im Bereich des Pädagogischen Zentrums und dem bereits fertiggestellten Gebäudeteil: Die notwendige Betonsanierung ist umfangreicher und wird auch mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zudem hat sich gezeigt, dass einige Stellen feucht sind und zunächst getrocknet werden müssen.
Aufgrund der zeitlichen Verzögerungen müssen einige der 2018 geschlossenen Ingenieurverträge verlängert werden.
Die Verwaltung hat eine Vorlage bzgl. einer Erhöhung des Budgets vorbereitet, die in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen (23.04.) vorberaten wird.
Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg betont: „Dass wir jetzt mit zusätzlichen Baukosten dastehen, ließ sich auch durch die vorsorglich eingeplanten Zuschläge nicht abfedern. Aber unsere Schulen brauchen Planungssicherheit und wir stehen im Wort.“
Zum Thema: Modernisierung und energetische Sanierung des Schulzentrums
Vor knapp zehn Jahren, im Dezember 2016 hatte der Rat der Stadt Coesfeld beschlossen, das Schulzentrum an der Holtwicker Straße sanieren zu lassen. Ziel war es, dass das Gebäude, das in großen Teilen aus den 1970er Jahren stammt, künftig funktional und pädagogisch den Anforderungen gerecht wird, die ein zeitgemäßer und zukunftsfähiger Schulbetrieb braucht.
Wichtig war, dass die Altbausanierung und die Modernisierung im laufenden Schulbetrieb durchgeführt werden sollte, was für die Planer und die ausführenden Betriebe, aber auch für die beiden Schulgemeinschaften der Theodor-Heuss-Realschule und des Gymnasium Nepomucenum eine besondere Herausforderung bedeutete.
Nach Beauftragung des Objektplaners im Juli 2018 sowie der Fachplaner wurde eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt.
Es folgte ein intensiver Abstimmungsprozesse mit der Baudenkmal -und der Gartendenkmalpflege, denn seit 2016 stehen der 1977 errichtete Schulbau, die WC-Außenanlage, die Sporthallen und die den Gebäudekomplex umgebenden Schulhofflächen unter Denkmalschutz.
Ursprünglich wurde die Gesamtmodernisierung des Schulzentrums mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 78,8 Mio € geschätzt. Daraufhin hat der Rat der Stadt Coesfeld beschlossen, das Bauteil 5 (Theodor-Heuss-Realschule) und die Bauteile 8 & 9 (Sporthallen) vorerst nicht zu sanieren.
Der Rat der Stadt Coesfeld hatte für die Modernisierung und Sanierung des Schulzentrums am 06.05.2021 den Kostenrahmen festgelegt, und zwar auf 51.935.000,- Euro.
Nach Fertigstellung der neuen, gemeinsam genutzten Mensa und des neuen Schulhauses an der Theodor-Heuss-Realschule, in dem seit dem Schuljahr 2023/24 die Klassen 5 und 6 unterrichtet werden, wurden die voraussichtlichen Kosten neu kalkuliert und vom Rat am 08.09.2022 genehmigt bis zu einer Summe von 64.535.000,- Euro.
Im August 2025 wurde der 2. Bauabschnitt fertiggestellt, seitdem können die beiden Schulen insgesamt 27 Klassen- und Fachräume nutzen, die – nachdem die Räume zunächst komplett in den Rohbau zurückgebaut worden waren – neu errichtet, energetisch saniert und komplett neugestaltet worden sind.
Ursprünglich sollte die Modernisierung am Schulzentrum 29.05.2026 fertig gestellt sein, jetzt rechnen Planer und Handwerker mit Ende April 2027.
Weitere Informationen zum Projekt: https://www.coesfeld.de/planung/staedtische-gebaeude/aktuelle-grossprojekte/schulzentrum