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Mit Ochse auf Achse – StadtBus startet in Coesfeld am Montag (19.10.)
Fahrten per App buchen, an der Wunsch-Haltestelle einsteigen und losfahren
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Am Montag (19.10.) startet der StadtBus Coesfeld. Dann heißt es „Mit Ochse auf Achse“: Zwei Kleinbusse fahren an sieben Tagen die Woche auf Bestellung statt nach einem festen Linienfahrplan.
Der StadtBus ergänzt damit den bestehenden öffentlichen Nahverkehr und den Bürgerbus und schafft zusätzliche Verbindungen – insbesondere dort und zu Zeiten, in denen kein oder nur ein eingeschränktes Linienbusangebot besteht.
Bürgermeisterin Eliza Diekmann-Cloppenburg sagt: „Endlich geht es los: Der StadtBus ist ein tolles Angebot für alle, die nicht zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem eigenen Auto aus den Wohngebieten in die Stadt oder zurück können oder wollen. Besonders freut uns, dass wir damit auch in den Abendstunden und am Wochenende ein Angebot machen, das unseren Bürgerbus und die Linienbusse gut ergänzt. Ein sicheres und bequemes Mobilitätsangebot, das hoffentlich schnell Schule macht in unserer Stadt.“
Wer den StadtBus nutzen möchte, kann die gewünschte Fahrt ab sofort buchen, und zwar über die rufmobil.nrw-App. Anschließend gibt’s einen entsprechenden Fahrtvorschlag. Möglich macht das im Auftrag der Stadt Coesfeld der Anbieter „CleverSolutions.“
Das Angebot vom StadtBus umfasst das gesamte Stadtgebiet von Coesfeld einschließlich Goxel und Brink sowie den Ortsteil Lette. Der StadtBus fährt dabei von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends, freitags und samstags bis 24 Uhr. Rücksicht nimmt er auf die Zeiten vom Bürgerbus, deshalb gelten für Lette und Goxel besondere Zeiten. Insgesamt etwa 130 festgelegte Einstiegs- und Ausstiegspunkte steuert der StadtBus an. Dazu gehören viele reguläre Bushaltestellen, die um sogenannte virtuelle Haltepunkte ergänzt werden, erkennbar an einem StadtBus-Haltestellenschild.
Der konkrete Einstiegs- und Ausstiegspunkt wird bei der Buchung mitgeteilt; ein Zustieg direkt an der Haustür ist nicht möglich.
Hier eine Übersichtskarte und weitere Informationen, auch zur Buchung und den Fahrtkosten
Das Projekt StadtBus gilt als wichtiger Baustein, den öffentlichen Nahverkehr zu stärken – als sinnvolle Alternative zum individuellen Autoverkehr für eine zukunftsfähige Mobilität.
Der StadtBus Coesfeld wird gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Es ist zunächst auf drei Jahre angelegt, das Land unterstützt dabei mit Fördermitteln aus dem Programm „On-Demand-Ridepooling in Nordrhein-Westfalen“ in Höhe von etwa 400.000 Euro. Die Gesamtkosten sind mit rund 1,1 Mio Euro veranschlagt.
Noch sind On-Demand-StadtBusse selten in der Region. Gleichzeitig mit der Stadt Coesfeld starten im Oktober auch die Gemeinden Olfen und Nordkirchen mit einem ähnlichen Konzept.
So funktioniert der StadtBus:
Der StadtBus fährt ohne festen Linienweg. Stattdessen werden die Fahrtwünsche der Fahrgäste über ein digitales Buchungssystem gebündelt.
1. Fahrt buchen
Sie geben in der App Ihren gewünschten Start- und Zielpunkt sowie die gewünschte Abfahrtszeit ein.
2. Fahrt bestätigen lassen
Das Buchungssystem sucht eine passende Verbindung und weist Ihnen einen Einstiegs- und Ausstiegspunkt zu.
3. Einsteigen und losfahren
Zum angegebenen Zeitpunkt warten Sie am zugewiesenen Einstiegspunkt. Gemeinsam mit anderen Fahrgästen geht es anschließend auf einer individuell geplanten Route zum Ziel.
Da mehrere Fahrtwünsche miteinander kombiniert werden können, kann es zu Umwegen oder einer längeren Fahrtzeit kommen. Der StadtBus ist daher kein Taxi, sondern ein flexibles Angebot des öffentlichen Nahverkehrs.
Zum Thema:
Der StadtBus Coesfeld ist als durchgängig digitaler Service angelegt. Ohne Callcenter und ohne eigenen Ticketverkauf im Fahrzeug bleiben die Kosten niedrig, so dass die Stadt Coesfeld den StadtBus dauerhaft und budgetschonend anbieten kann. „Uns ist bewusst, dass der Stadtbus damit nicht barrierefrei nutzbar ist. Diese Lücke möchten wir schließen und eine eigens eingerichtete telefonische Buchungsmöglichkeit aufsetzen. Hierzu stehen wir aktuell im Austausch mit dem App-Dienstleister“, sagt Thomas Külper.